VPN-Nutzung wächst langsam, aber stetig

15. August 2023 um 10:00
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Foto: Gilles Lambert / Unsplash

Die Verbreitung von VPN-Services steigt gemäss einer Analyse weltweit. Je nach Region sind die Gründe dafür sehr unterschiedlich.

Sei es aus Security-Gründen oder aufgrund von Zensur: VPN-Nutzung steigt weltweit. Zu diesem Schluss kommt der Anbieter Atlas VPN, der die Verbreitung weltweit untersucht hat. Um einen "VPN Index" zu errechnen, hat Atlas die Zahl der Downloads von VPN-Apps pro Land addiert und durch dessen Bevölkerung geteilt. Die Daten umfassen nicht nur die eigenen Kunden, sondern laut einer Mitteilung die Download-Daten der 45 grössten VPN-Anbieter.
Mit einem Index von fast 20% war Singapur im ersten Halbjahr 2023 der globale Spitzenreiter. Die Menschen in Singapur würden VPNs aus verschiedenen Gründen nutzen, zum Schutz der Privatsphäre oder aus dem Wunsch heraus, auf eingeschränkte Inhalte zuzugreifen, wie es heisst. Entsprechend verbreitet seien VPNs in Ländern mit strengen Internetzensurbestimmungen, wie etwa der Golf-Region. So verzeichnen die Vereinigten Arabischen Emirate, der Oman und Saudi-Arabien anhaltend hohe Index-Werte. Mit VPNs lassen sich unter anderem Einschränkungen beim Zugang auf Social-Media-Plattformen umgehen.
3% der Schweizer Bevölkerung haben im 1. Halbjahr 2023 einen VPN-Service heruntergeladen. Quelle: Atlas VPN
Auch in Europa wachse das Interesse an VPN-Apps, schreibt Atlas. Im ersten Halbjahr 2023 war die Niederlande mit einem Index von gut 10% neuen Usern der Spitzenreiter. In der Schweiz liegt der Wert aktuell bei etwas über 3%. Rechnet man dies auf das Gesamtjahr hoch, entspricht dies in etwa dem Niveau von 2021. Vergangenes Jahr lag der Wert leicht höher.
Während Internetzensur in unseren Breitengraden wohl kaum eine Rolle spielt, könnten VPNs genutzt werden, um beispielsweise Geoblocking-Massnahmen zu umgehen. Zur wachsenden Nutzung von VPN-Services in Europa könnte der anhaltende Homeoffice-Trend sowie ein gestiegenes Security-Bedürfnis beigetragen haben. Erst kürzlich sorgte ein Brief des Bundes an seine IT-Dienstleister für Schlagzeilen, in dem die Verwaltung IT-Sicherheitsanforderungen listet. Remote arbeitende Personen, müssten sich mittels VPN verbinden, heisst es darin.

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