Zürcher 3D-Druck-Startup sammelt 4 Millionen Dollar

10. Juli 2024 um 13:11
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Der entwickelte Chip bildet das Herzstück der Druckkopf- und Drucktechnologie von Scrona. Foto: Scrona

Das ETH-Spin-off Scrona hat eine neue Drucktechnologie entwickelt. Mit der Aufnahme eines Wandeldarlehens soll diese weiterentwickelt und kommerzialisiert werden.

Das Zürcher Startup Scrona hat eine Multidüsen-3D-Druckplattform entwickelt, mit der mit höchster Präzision digital gedruckt werden kann, und zwar auf beliebigem Material und in grossem Massstab. Dadurch soll in Zukunft die Herstellung von Produkten verbessert und beschleunigt werden, schreibt das Startup in einer Mitteilung.
In dieser gab das 2014 gegründete Startup zudem bekannt, dass es unter der Führung von Equitypitcher Ventures 4 Millionen Dollar durch einen Vertrag über ein Wandeldarlehen aufgenommen hat. Das neue Kapital soll es Scrona ermöglichen, die Industrialisierung und Kommerzialisierung seiner neu vorgestellten Drucktechnologie zu beschleunigen.
"Die firmeneigene Technologie basiert auf dem elektrostatischen Ausstossprinzip, das einen sehr feinen Druck im Submikrometerbereich ermöglicht und gleichzeitig die Verwendung verschiedener Tintenmaterialien wie Metalle, Dielektrika, organische und Biomaterialien erlaubt", schreibt das Startup. Die Druckköpfe sollen eine individuelle Anpassung an die verschiedenen Anwendungsanforderungen ermöglichen.
Das gesammelte Kapital soll in die Weiterentwicklung einer neuen Druckkopfplattform investiert werden. Diese soll die Produktentwicklung auf kosteneffiziente und umweltfreundliche Weise beschleunigen. Die aktuelle Version verfügt dabei über acht Düsen. Später im Jahr soll dann ein Modell mit 128 Düsen vorgestellt werden.
Das erhaltene Kapital wird in die Industrialisierung und Kommerzialisierung der Druckkopfplattform investiert. Zudem bereitet sich Scrona auf eine Serie-B-Finanzierungsrunde vor. "Wir fühlen uns geehrt, von diesen Investoren unterstützt zu werden, die das Potenzial von Scronas skalierbarer Drucktechnologie verstehen, die die Herstellungsschritte um das Zehnfache reduzieren und gleichzeitig den Material-, Energie- und Wasserverbrauch erheblich senken kann."

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