Die Schweizer Städte Zürich, Genf und Lausanne zählen weltweit zu den führenden Städten in Bezug auf Digitalisierung sowie die Zufriedenheit der Bevölkerung mit Dienstleistungen und Infrastruktur. Zürich verteidigte im "Smart City Index" unter 148 Städten den ersten Platz.
Genf behauptete sich hinter Oslo auf Rang drei. Lausanne verbesserte sich um drei Plätze und belegte neu Rang sieben hinter Dubai. Dies geht aus dem Bericht zum "Smart City Index" des World Competitiveness Center der IMD Business School hervor.
Der Bericht hebt hervor, dass in den erfolgreichsten Städten Faktoren wie Transparenz, Qualität der Infrastruktur und öffentliches Vertrauen wichtiger sind als reine technologische Spitzenleistungen. Die Schweizer Städte schneiden besonders bei Institutionen, Governance und städtischen Strukturen überdurchschnittlich ab, während technologische Indikatoren weniger stark ins Gewicht fallen.
So verdeutlicht die Studie, dass technologische Reife allein nicht ausreicht. Städte wie Athen (Rang 139) und Rom (143) verfügen zwar über hohe Technologie-Scores, fallen jedoch aufgrund schwacher Werte bei Bürgerbeteiligung, Korruptionswahrnehmung und Vertrauen zurück.
Grössere Verschiebungen zeigten sich in anderen Weltregionen: Die saudi-arabische Oasenstadt Al Ula machte 27 Plätze gut und nimmt Rang 85 ein, Washington 23, womit die US-Hauptstadt es auf Platz 39 schafft. Dagegen verloren die französischen Städte Bordeaux (96) und Lyon (92) jeweils 19 Plätze, Ottawa (61) in Kanada und Shenzhen (68) in China je 18.
Der "Smart City Index" basiert auf Befragungen von rund 400 Einwohnern pro Stadt. Er misst vor allem subjektiv wahrgenommene Lebensqualität, Transparenz sowie die Zufriedenheit mit digitalen Dienstleistungen.