Auch im November liegt die Arbeitslosigkeit unter Informatikerinnen und Informatikern um über 50% höher als 2022. Es ist die stärkste Zunahme über alle Berufe gesehen, wie die Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen.
Bereits im Oktober waren über 50% mehr Informatik-Fachleute arbeitslos als im Vorjahr. Vor einem Monat waren es 2604, nun sind es 2680. Über das Jahr 2023 stieg die IT-Arbeitslosigkeit in zunehmendem Tempo. Bloss im Januar sank die Anzahl im Vergleich mit dem Vorjahr.
Grafik mit Zahlen des BFS. Die roten Balken zeigen die Zahl der Arbeitslosen, die schwarze Linie die prozentuale Zunahme im Vergleich zum Vorjahr.
Im Oktober hatte die Adecco Gruppe Schweiz
auf unsere Anfrage erklärt: "Der sich abkühlende Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte manifestiert sich nicht nur in den steigenden Arbeitslosenzahlen, sondern auch in einem Rückgang der Stellenausschreibungen für diese Fachkräfte." Etwa bei Entwicklerinnen und Analytikern im Bereich Software und IT-Anwendungen habe die Nachfrage nachgelassen.
Eine spezifische Ursache für eine Trendwende sei nicht zu erkennen. Inflation und steigende Zinsen würden die Kosten für IT-Investitionen erhöhen, während geopolitische Unsicherheiten und eine schwächelnde Konjunktur zusätzlich für Zurückhaltung bei Investitionen sorge.
Das Bundesamt für Statistik erhebt die bei den regionalen Arbeitsvermittlungsämtern (RAV) angemeldeten Personen, die auf Stellensuche sind. Man muss dabei zwischen Arbeitslosen und Arbeitssuchenden unterscheiden, zweitere haben sich nach einer Kündigung beim RAV angemeldet, haben aber noch eine Arbeit inne.