Der Kanton Genf hat mit dem Netzwerkhersteller Cisco und dem Sicherheitsspezialisten IDQ eine quantenresistente Verbindung zwischen zwei lokalen Rechenzentren realisiert. Wie die Projektpartner mitteilen, wurde dafür herkömmliche RZ-Hardware aufgerüstet, um quantenresistente Sicherheit zu unterstützen.
In der Infrastruktur bildeten RZ-Switches der Nexus-9000-Serie von Cisco, die mit dem Linux-Betriebssystem Cisco NX-OS betrieben werden, die Grundlage des Netzwerks. Die Secure-Key-Integration-Protocol-Funktion (SKIP) von Cisco sei mit der Solteris Network Appliance von
IDQ integriert worden. Die Solteris-Lösung integriere einen vom National Institute of Standards and Technology (NIST) zertifizierten Quantenzufallszahlengenerator, der die für die Implementierung der Post-Quanten-Kryptografie erforderliche Entropie liefere, heisst es in der Mitteilung.
Dank der modularen Architektur von NX-OS trennt die Lösung den Herstellern zufolge die Schlüsselgenerierung und -verteilung von der Verschlüsselungsebene. Dies erhöhe die Ausfallsicherheit und erlaube zukünftige Algorithmus-Updates ohne Hardware-Änderungen.
Garif Yalak, Country Digital Acceleration Lead Cisco Schweiz, verspricht in der Mitteilung zudem: "Durch die native Integration des SKIP-Protokolls in unsere Switch-Infrastruktur und Verschlüsselung auf Leitungsebene ermöglichen wir Unternehmen den Umstieg auf quantenresistente Sicherheit, ohne bestehende Investitionen zu gefährden oder Einbussen bei der Performance."