Die Schweiz ist zu einem Cloud-Land geworden. Erstmals nutzen 100% der hiesigen Firmen Cloud-Technologien. Vor zwei Jahren waren es noch 77%, heisst es in der "Cloud Business Studie" des Beratungsunternehmens PwC.
Laut den Autoren sei damit die Ära der "Cloud-Zögerer" vorbei. Den Schweizer Firmen gehe es nun um nachhaltige Wertschöpfung und eine smarte Steuerung komplexer Cloud-Landschaften. "Vor zwei Jahren ging es primär um den schnellen Umstieg in die Cloud. Heute liegt der Schwerpunkt auf Optimierung, Kostensteuerung und der nativen Nutzung von Cloud-Technologien", erklärt Claudius Meyer, Partner Cloud, Data und AI bei PwC Schweiz, in einer Mitteilung zur Studie.
Den Antworten der 71 Geschäfts- und Technologieverantwortlichen zufolge ist die Cloud ein weiteres Investitionsziel: 77% der einheimischen Firmen planen, ihre Cloud-Ausgaben nächstes Jahr zu erhöhen. Vor zwei Jahren waren es nur 60%. Gemäss PwC sei dies ein Anzeichen dafür, dass der Wunsch nach mehr Flexibilität und Stabilität im digitalen Geschäft ungebrochen ist.
Eine Cloud ist nicht genug
Die Schweizer Befragten agieren der Studie zufolge jedoch vorsichtig. Drei Viertel der Firmen setzen auf Multi-Cloud-Strategien, um unabhängig und resilient zu bleiben. Weitere Gründe für die selektive Auswahl der Cloud-Provider sind die unterschiedlichen technischen Stärken der verschiedenen Anbieter und regulatorische Anforderungen, so PwC.
Einige der grössten Hürden für die Cloud-Nutzung sind Compliance, Datenschutz und lokale Datenhaltung. Dieser Meinung sind fast die Hälfte der befragten Schweizer Führungskräfte. Sie führen dabei auch die globalen geopolitischen Spannungen an, erklären die Studienautoren.