Anders als in Winterthur ist an den anderen Standorten vorgesehen, die Abwärme zu nutzen und in ein Fernwärmenetz einzuspeisen. Wie der '
Landbote' (Paywall) schreibt, habe die Stadt Winterthur prüfen lassen, wie die Abwärme genutzt werden könne. Obwohl diese Prüfung bereits abgeschlossen sei, wolle der Stadtrat erst im Sommer über die Ergebnisse informieren.
Problematischer Standort
Die Zeitung weiss eigenen Angaben zufolge von Gesprächen zwischen der Stadt und Vantage, und eine entsprechende Lösung zur Nutzung der Abwärme sei "auf gutem Weg". Konkrete Verträge seien aber noch nicht unterzeichnet.
Offenbar ist der Standort ein Problem. Das Vantage-RZ steht in einem Gebiet, das bereits mit der Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage beheizt wird. Die Abwärme der Datacenter dort einzuspeisen, sei "wirtschaftlicher und ökologischer Blödsinn", zitiert der 'Landbote' GLP-Poliitker Markus Nater. Dies, weil die Abwärme zusätzlich erhitzt werden müsse.
Mietverträge kürzer als Lebensdauer von Fernwärmenetz
Darüber hinaus sieht der Stadtrat weitere Probleme. Während Fernwärmenetze eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten haben, hätten die Mietverträge von Vantage eine kürzere Laufzeit, heisst es im Bericht. Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) habe in der Debatte im Parlament auf den Charakter von US-Firmen hingewiesen, wonach diese auch schnell wieder weg sein könnten.
Es dürfte noch eine Weile dauern, bis die Stadt und Vantage eine Lösung finden, die für beide Seiten passt. Bis zu 1000 Haushalte könnten heute schon mit Abwärme beheizt werden. Ist das RZ voll ausgebaut, könnten es bis zu 3% Prozent der Stadt sein.