Amazon wird in den kommenden Wochen weitere 9000 Mitarbeitende entlassen. Dies teilte CEO Andy Jassy seinen Angestellten mit. Der Stellenabbau folgt auf eine grosse Entlassungswelle Ende 2022, von der
18'000 Personen betroffen waren.
Es wird erwartet, dass bei der neuen Entlassungsrunde auch Stellen bei AWS gestrichen werden. Daneben soll es Kürzungen im HR, der
Cloud-Gaming-Sparte Twitch sowie beim Advertising geben.
Über mehrere Jahre lang sei der Personalbestand erheblich gestiegen. "Dies war angesichts der Entwicklung in unseren Unternehmen und der Wirtschaft insgesamt sinnvoll", so der Amazon-Chef. In Anbetracht der unsicheren Wirtschaftslage, habe das Management entschieden, die Kosten und den Personalbestand zu straffen. Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, "aber eine, von der wir glauben, dass sie langfristig das Beste für das Unternehmen ist", fügt er an.
Der oberste Grundsatz der Jahresplanung in diesem Jahr sei es, "schlanker zu werden", so der Amazon-CEO. Neben den Entlassungen hat Amazon gemäss
'CNBC' auch einen Einstellungsstopp verhängt, einige experimentelle Projekte gestrichen und die Expansion der Lagerhäuser verlangsamt. Allerdings wird es in manchen "strategischen Bereichen" auch Neueinstellungen geben, erklärte Jassy weiter.
Laut der Plattform Layoffs.fyi haben Technologieunternehmen im vergangenen Jahr weltweit mehr als 150'000 Angestellte gefeuert. Für 2023 wurden bereits weitere 139'000 Entlassungen angekündigt. Nach dem Ende des Booms der Corona-Pandemie verhängen die Konzerne jetzt Sparmassnahmen.