In der Bundeskanzlei und in 4 Departementen wird mit Künstlicher Intelligenz experimentiert. Das zeigt
der aktualisierte Bericht (PDF) des Kompetenznetzwerks für künstliche Intelligenz (CNAI) des Bundes.
Bezugs- und Erwerbsverläufe von Sozialhilfebezügern prognostizieren
Verglichen mit
dem letzten Bericht vom Oktober 2022 sind 11 neue Projekte hinzugekommen. Darunter eines in der Bundeskanzlei, welches parlamentarische Vorstösse mithilfe von KI dem richtigen Departement zuweisen soll.
Im Eidgenössischen Departement des Innern ist neu ein Projekt lanciert worden, welches mit Machine Learning "kleinräumige Armutsindikatoren berechnen" will. Im gleichen Departement will man überdies herausfinden, wie "typische Bezugs- und Erwerbsverläufe von Personen aussehen, die Leistungen aus dem System der sozialen Sicherung beziehen". Und das UVEK will mit KI unter anderem den nationalen Stromverbrauch vorhersagen können.
KI-Roboter zur Landesverteidigung geplant
Im Verteidigungsdepartement sind 25 KI-Projekte gelistet, also mehr als die Hälfte der ganzen Bundesverwaltung. Eins davon will im Bereich Sicherheitsrobotik "ethische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen" im Umgang mit KI klären. Es soll unter anderem geklärt werden, ob kritische Entscheidungen ohne Unterstützung des Menschen gefällt werden können.
In die gleiche Kategorie gehören die 3 Projekte "Unmanned Aerial Vehicles", "Unmanned Ground Vehicles" und "Unmanned Underwater Vehicles". In allen Dreien geht es um den Einsatz von Robotern für "die Anwendungen für staatliche Sicherheitsbehörden". Vielversprechende Roboter aus Forschung und Innovation sollen vermehrt und schneller in den Einsatz gebracht werden, heisst es im Bericht.
Noch keine KI-Projekte gibts aktuell im Justiz- und Polizeidepartement, im Finanzdepartement und im Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung.