Auch Amazon setzt auf Atomstrom

17. Oktober 2024 um 12:50
image
Kontrollraum eines X-Energy-Reaktors. Foto: Amazon

Der Tech-Konzern investiert in ein US-Kernenergieunternehmen, das kleine modulare Reaktoren entwickelt, die für die Energieversorgung von RZs eingesetzt werden können.

Nach Microsoft und Google setzt mit Amazon innert kürzester Zeit der dritte amerikanische Hyperscaler auf Kernenergie. So hat das Unternehmen eine Beteiligung am amerikanischen Kernenergieentwickler X-Energy bekanntgegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen kleine modulare Reaktoren für die Stromversorgung der Rechenzentren eingesetzt werden, heisst es in einer Mitteilung.
Hintergrund ist die Beteiligung von Amazon an einer 500 Millionen Dollar schweren Finanzierungsrunde von X-Energy. Das Kapital soll in die Entwicklung und Lizenzierung einer neuen Generation von Small Modular Reactors (SMR) fliessen. Diese sollen nach Angaben von X-Energy effizienter sein, als die herkömmlichen und deutlich grösseren Atomreaktoren.
Wie viel Geld Amazon genau investiert hat, ist nicht bekannt. X-Energy erklärte aber, dass der Technologiekonzern künftig zwei Sitze im Vorstand des Unternehmens einnehmen werde. Neben Amazon haben sich auch Ken Griffin, Gründer und Geschäftsführer von Citadel, Ares Management Corporation, die Private-Equity-Firma NGP und die Universität von Michigan an der Finanzierungsrunde beteiligt.
Amazon plant bis 2039 mehr als 5 Gigawatt durch kleine modulare Reaktoren zu erzeugen. Nach Angaben des Unternehmens würde das ausreichen, um vier Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Amazons Vizepräsident für globale Rechenzentren, Kevin Miller, sagte, die Technologie werde dem Unternehmen dabei helfen, seine Klimaziele bis 2040 zu erreichen.

Loading

Mehr zum Thema

image

Pentagon-Streit: Etappensieg für Anthropic

Die Einstufung als Lieferketten-Risiko durch das Pentagon war laut einem Gerichtsentscheid nicht rechtens.

publiziert am 28.8.2026
image

Meteoschweiz verbessert Gewitterwarnungen mit KI

Für die Gewittervorhersagen hat Meteoschweiz im nationalen Hochleistungsrechenzentrum ein KI-Modell trainiert. Das neue System liefert nun Vorhersagen rund um die Uhr in Echtzeit.

publiziert am 28.8.2026
imageAbo

Zumikon sucht wieder einen IT-Outsourcer

Auch kleinere Gemeinden lagern die Wartung und Pflege ihrer Hardware gerne aus.

publiziert am 28.8.2026
image

KI-Kluft in der Schweiz vertieft sich

Laut einer AWS-Studie wächst bei Schweizer Unternehmen die Adaption von KI. Die fortgeschrittene Nutzung sinkt hingegen.

publiziert am 27.8.2026