Nach
Microsoft und
Google setzt mit Amazon innert kürzester Zeit der dritte amerikanische Hyperscaler auf Kernenergie. So hat das Unternehmen eine Beteiligung am amerikanischen Kernenergieentwickler X-Energy bekanntgegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen kleine modulare Reaktoren für die Stromversorgung der Rechenzentren eingesetzt werden, heisst es in einer Mitteilung.
Hintergrund ist die Beteiligung von Amazon an einer 500 Millionen Dollar schweren Finanzierungsrunde von X-Energy. Das Kapital soll in die Entwicklung und Lizenzierung einer neuen Generation von Small Modular Reactors (SMR) fliessen. Diese sollen nach Angaben von X-Energy effizienter sein, als die herkömmlichen und deutlich grösseren Atomreaktoren.
Wie viel Geld Amazon genau investiert hat, ist nicht bekannt. X-Energy erklärte aber, dass der Technologiekonzern künftig zwei Sitze im Vorstand des Unternehmens einnehmen werde. Neben Amazon haben sich auch Ken Griffin, Gründer und Geschäftsführer von Citadel, Ares Management Corporation, die Private-Equity-Firma NGP und die Universität von Michigan an der Finanzierungsrunde beteiligt.
Amazon plant bis 2039 mehr als 5 Gigawatt durch kleine modulare Reaktoren zu erzeugen. Nach Angaben des Unternehmens würde das ausreichen, um vier Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Amazons Vizepräsident für globale Rechenzentren,
Kevin Miller, sagte, die Technologie werde dem Unternehmen dabei helfen, seine Klimaziele bis 2040 zu erreichen.