Im Februar dieses Jahres brach
ein Streit zwischen dem Pentagon und Anthropic aus. Anthropic will den US-Militärs verbieten, seine KI-Systeme für bestimmte Zwecke zu nutzen, beispielsweise den Einsatz in Kampfrobotern. Das US-Verteidigungsministerium forderte hingegen die Nutzungsrechte für jede rechtmässige Anwendung und stufte als Retourkutsche Anthropic als "Lieferketten-Risiko" ein. Dies würde faktisch bedeuten, dass die KI-Firma keinerlei Geschäfte mehr mit dem Pentagon selbst und auch mit seinen Zulieferern mehr hätte machen können. Donald Trump hatte zudem daraufhin angeordnet, dass alle amerikanischen Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Technologie einstellen sollen.
Nun kann Anthropic einen weiteren Erfolg verbuchen: Ein Gericht in Kalifornien hat entschieden, dass die Einstufung als Risiko nicht gerechtfertigt war und aufgehoben werden muss. Das Pentagon hatte vorgeschoben, dass Anthropic seine militärisch genutzten KI-Modelle sogar sabotieren könnte. Für diese Befürchtung gab es laut der zuständigen Richterin keinen realen Grund. Die Einstufung als Lieferketten-Risiko, so die Richterin, beruhte nicht auf Tatsachen, sondern letztlich nur auf dem Wunsch, ein Exempel zu statuieren, weil Anthropic die Regierung kritisiert hatte.
Es ist davon auszugehen, dass die US-Regierung Berufung einlegen wird.