Illustration: Erstellt durch Inside IT mit Le Chat
Laut dem aktuellen Swiss Smart City Survey ist die Zahl der Projekte innert zwei Jahren deutlich gestiegen.
Die ZHAW School of Engineering hat im vergangenen Jahr erneut Schweizer Städte nach Projekten im Bereich Smart City befragt und vor kurzem die Resultate der Studie publiziert. Laut den Studienautorinnen und -autoren ist das Interesse am Thema im Vergleich zu den früheren Befragungen 2020 und 2024 deutlich gestiegen, was sich unter anderem an der gewachsenen Anzahl der teilnehmenden Städte zeige. Auch die Zahl der von den Städten aufgelisteten Projekte habe deutlich zugenommen.
Grafik: ZHAW
Dies zeige unter anderem, dass nun auch mehr kleinere Städte als früher Smart-City-Projekte anstossen. Allerdings befinden sich die meisten noch in einer frühen Phase. Fast 80% der 124 teilnehmen Städte und Gemeinden befinden sich laut dem Survey entweder ausserhalb eines strukturierten Smart-City-Prozesses oder erst in einer frühen Pilotphase. Vicente Carabias, Schwerpunktleiter für Nachhaltige Energiesysteme und Smart Cities an der ZHAW, erklärt: "Viele Städte befinden sich noch in keiner definierten Smart-City-Entwicklungsphase. Das ist ein deutliches Zeichen, dass es hier enormes Entwicklungspotenzial gibt."
Die Teilnehmenden haben 2024 insgesamt laufende 403 Projekte gemeldet und den sechs Bereichen Smart Governance, Smart Environment, Smart Mobility, Smart People, Smart Living und Smart Economy zugeordnet. 97 Projekte, nahezu doppelt so viele wie im Jahr 2022, fallen in den Bereich Smart Environment. Dazu gehören unter anderem Projekte im Bereich erneuerbare Energien. Von diesen wiederum macht Photovoltaik den grössten Anteil aus.
Trotz Zunahme des Interesses und der Anzahl Projekte sei die organisationale Ausgestaltung innerhalb der Stadtverwaltungen noch eher gering, so sie Studie. Zurzeit werde das Thema in 29% der Städte aktiv bearbeitet und sei bei 18% in Erarbeitung.