Aufspaltung der Firmenkundensparte von Swisscom

30. Oktober 2026 um 10:56
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Foto: Swisscom

Der Konzern überführt KI-Beratung und Software in die Tochter Swisscom Digital Technology. Das restliche B2B-Geschäft bleibt bei Swisscom Business Customers. Ein Stellenabbau ist möglich.

Swisscom spaltet die Firmenkundensparte auf: Die Beratung für KI, Daten, Software und digitale Transformation werden in einer eigenen Tochter zusammengefasst. Das restliche Firmenkundengeschäft bleibt bei der bisherigen Einheit Swisscom Business Customers.
Die Neugliederung werde auf den 1. April 2027 vollzogen, sagte ein Swisscom-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'AWP'. Zuvor hatte das Portal 'Inside Paradeplatz' darüber berichtet.

Möglicher Stellenabbau

Wie viele Stellen betroffen sind, "können wir dazu nicht nennen", sagte der Sprecher weiter. Für die von einem Stellenverlust Betroffenen gebe es einen Sozialplan.
Mit der Bündelung der Kompetenzen für KI, digitale Transformation, Software und Daten in der bereits heute bestehenden Tochtergesellschaft Swisscom Digital Technology baue der Konzern seine Position im Digital- und KI-Transformationsgeschäft aus. Die Firmenkunden sollen dadurch von schnellerer Innovation, einfacherer Zusammenarbeit und einer besseren Unterstützung profitieren.

570 Mitarbeitende wandern zur KI-Tochter

Gleichzeitig fokussiert sich die Einheit Swisscom Business Customers, die bislang das ganze Firmenkundengeschäft umfasst, auf das Kerngeschäft mit Unternehmen: Dieses beinhaltet die Bereiche Breitband und Telefonie, Cloud, KI-Computing, Cybersicherheit sowie IT-Auslagerung. Auch Dienstleistungen für den Finanzsektor, die öffentliche Hand, die Verteidigung sowie die IT-Infrastruktur-Services verbleiben bei dieser Abteilung.
Konkret heisst das: Für die KI-Beratung ist künftig die Tochtergesellschaft Swisscom Digital Technology zuständig, während der Betrieb der KI-Plattformen bei der bisherigen Einheit Swisscom Business Customers verbleibt, wie der Sprecher erklärte.
Rund 570 Mitarbeitende von Swisscom Business Customers sollen zur Tochter Swisscom Digital Technology wechseln. "Zur Gesamtzahl der Mitarbeiter in den einzelnen Geschäftsbereichen machen wir generell keine Angaben", erklärte der Sprecher weiter. "Wo immer möglich, federn wir personelle Auswirkungen durch interne Weiterbeschäftigung, die Besetzung offener Stellen, natürliche Fluktuation und Pensionierungen ab."
An den bisherigen Sparzielen hält der Telekomkonzern fest: "Swisscom geht weiterhin davon aus, dass sich die Belegschaft in der Schweiz bis 2030 im tiefen einstelligen Prozentbereich pro Jahr verändert", sagte der Sprecher.

Geschäft unter Druck

Das Firmenkundengeschäft ist seit einiger Zeit wegen des harten Wettbewerbs unter Druck. Bis Ende Juni hat Swisscom im Vergleich zum Vorjahr rund 75'000 Anschlüsse verloren.
Der Umsatz im klassischen Firmenkundengeschäft sank im ersten Halbjahr 2026 um 0,8% auf 1,46 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen und nach Zahlung der Leasingkosten schrumpfte um 1,3% auf 586 Millionen Franken. Das Schweizer Firmenkundengeschäft dürfte geschätzt gut 5000 Angestellte haben.

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