Das in Zürich ansässige Startup Daedalean hat eine Avionik-Software entwickelt, die KI-gestütztes Fliegen, Umgebungswahrnehmung und Navigation in Umgebungen ohne Empfang für ein Positionsbestimmungssystem ermöglicht. Jetzt wurde das Unternehmen für 180 Millionen Franken an Destinus verkauft, einen europäischen Entwickler von unbemannten Flugsystemen für zivile und militärische Anwendungen.
Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, ist der Deal 180 Millionen Franken wert und umfasst eine kombinierte Bar- und Aktientransaktion. Die Übernahme soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Damit wechseln mehr als 150 Angestellte ihren Arbeitgeber, darunter 13 promovierte Wissenschaftler mit fundierten Kenntnissen in den Bereichen KI, maschinelles Lernen und Avionik.
Destinus wurde 2021 gegründet und gehört mit über 500 Mitarbeitenden zu den grössten Herstellern von unbemannten Luftfahrzeugen in Europa. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden, ist aber auch in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Grossbritannien, Spanien und der Ukraine tätig.
KI und Drohne kombiniert
Mit der Übernahme will Destinus seine unbemannten Flugsysteme um neue KI-Lösungen ergänzen. Dafür soll die hauseigene Luft- und Raumfahrttechnik mit der Software- und KI-Expertise von Daedalean kombiniert werden. Die KI-Lösungen sollen dann dabei helfen, die Effektivität der Bedienung zu verbessern und die Entscheidungsfindung zu unterstützen.
"Diese Übernahme stärkt unsere technologische Position durch die Hinzunahme von erstklassigem KI-Know-how und Deep-Learning-Spezialisten. Die Integration wird unsere Strategie zur Entwicklung, Zertifizierung und Markteinführung intelligenter Drohnensysteme für den Verteidigungs- und Zivilbereich beschleunigen", sagte Tim Moser, Mitbegründer und CTO von Destinus.
"Der Beitritt zu Destinus ist nach unserer erfolgreichen Zusammenarbeit ein logischer nächster Schritt", fügte Bas Gouverneur, CEO von Daedalean, hinzu. "Gemeinsam werden wir innovative KI-gesteuerte Autonomie, Schwarmintelligenz und ausgefeilte Entscheidungshilfen schneller auf den Markt bringen und so den Flugverkehr sicherer, widerstandsfähiger und operativ flexibler machen."