Der Kanton Basel-Stadt hat gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Universität Basel das Förderprogramm "BaselTech" lanciert. Das Programm richte sich branchenübergreifend an Unternehmen, Startups und Forschungsinstitutionen und solle die Entwicklung sowie Anwendung digitaler Technologien unterstützen, wie der Kanton mitteilt. Ziel sei es, den Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen zu beschleunigen und Kooperationen innerhalb der regionalen ICT-Szene zu fördern.
Die Aktivitäten von BaselTech konzentrieren sich laut Mitteilung auf drei Bereiche. Erstens soll die Sichtbarkeit der regionalen ICT-Akteure erhöht werden. Geplant sei unter anderem eine digitale Plattform, über die sich Unternehmen, Startups und Forschungsinstitutionen vernetzen können. Ergänzt werden soll dies durch Community- und Netzwerkformate.
Zweitens will das Programm Innovationsprojekte und das Wachstum von Jungunternehmen unterstützen. Dazu gehören Fördermassnahmen für Startups und digitale Transformationsprojekte in Unternehmen. Eine Rolle spiele dabei auch der "Digital Accelerator Basel", der gemeinsam mit dem Kanton Basel-Landschaft und der Handelskammer beider Basel betrieben wird, heisst es in der Mitteilung. Zudem seien Mentoring-Programme sowie eine engere Zusammenarbeit mit Hochschulen vorgesehen.
Drittens plane BaselTech einen physischen Treffpunkt für die ICT-Community. Auf dem Campus der Fachhochschule am Dreispitz in Basel soll ein Standort mit Arbeits-, Austausch- und Veranstaltungsflächen entstehen, der als zentraler Anlaufpunkt für digitale Innovation dienen soll.
Finanzierung und Organisation
Träger des Programms sind gemäss Communiqué der Kanton Basel-Stadt, die FHNW und die Universität Basel. Die strategische Steuerung übernehme der neu gegründete Verein BaselTech, während eine Geschäftsstelle für die operative Umsetzung verantwortlich sei. Die Geschäftsführung soll spätestens per 1. Juni 2026 Marc Schindelholz, Leiter Innovationsförderung beim Basler Amt für Wirtschaft, übernehmen.
Für die Pilotphase von 2025 bis 2028 stellt der Kanton insgesamt vier Millionen Franken aus dem Standortförderungsfonds bereit. Weitere Mittel sollen von Partnern aus Wirtschaft sowie Drittfinanzierungen kommen. Der Fortschritt des Programms werde jährlich überprüft, nach vier Jahren sei eine externe Evaluation vorgesehen.