BLKB setzt mit Radicant 22 Millionen Franken in den Sand

29. Februar 2024 um 15:49
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Radicant-CEO Anton Stadelmann. Foto: Radicant

Das Geschäft der Basellandschaftlichen Kantonalbank läuft gut. Ein Wermutstropfen ist jedoch die neugegründete Digitalbank Radicant.

Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) konnte Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr deutlich steigern. Dennoch zeigte sich im Jahresergebnis des Finanzinstituts ein Makel: Bei der im August gestarteten Digitalbank Radicant müssen 22 Millionen Franken abgeschrieben werden.
Durch die Gründung von Radicant und einer weiteren Tochtergesellschaft stiegen 2023 sowohl der Sach- als auch der Personalaufwand, heisst es in einer Mitteilung zu den Geschäftszahlen. Operativ würden sich die beiden Unternehmen entsprechend den Erwartungen entwickeln, sagt die BLKB.
Im Mai 2022 hat die Digitalbank ihre Finma-Lizenz erhalten. Eigentlich sollte der Betrieb im Sommer 2022 starten. Im August 2023 war es dann – mit rund einem Jahr Verzögerung – endlich soweit und das Unternehmen nahm seine Tätigkeiten auf. Zuvor trennte sich die Firma im Februar von Mitgründer und CEO Anders Bally. Aktuell ist Anton Stadelmann für die Geschäfte der Digitalbank zuständig.
Durch den verspäteten Markteintritt musste die BLKB bei Radicant eine Bewertungskorrektur von 22 Millionen Franken vornehmen. Das entspreche in etwa den nicht-aktivierbaren Personal- und Sachkosten, heisst es von der Bank.

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