Die Bundesverwaltung hat nach einer offenen Ausschreibung die Zuschläge erteilt, um sich den Bedarf an Druckern, Verbrauchsmaterial und Zubehör für die nächsten Jahre zu sichern. Zum Zug gekommen sind HP und Canon.
Das Volumen des Auftrags, inklusive Optionen, beläuft sich auf bis zu 79,6 Millionen Franken. Die Bundesverwaltung betont, dass es sich ausschliesslich um Optionen handle. Es gebe keine Mindestabnahmemenge. Die Vertragslaufzeit beträgt laut der Publikation auf Simap 5 Jahre und kann zweimal um je 2 Jahre verlängert werden.
Der Bund geht davon aus, dass innert 5 Jahren rund 8800 Multfunktionsgeräte (MFP) in verschiedenen Ausführungen sowie rund 200 Plotter bezogen werden.
Noch weit weg von der papierlosen Verwaltung
Im Jahr 2020 sind laut der Ausschreibung über 151 Millionen Seiten gedruckt und gut 38 Millionen Seiten gescannt geworden. Tendenziell sei davon auszugehen, dass weniger Printer und mehr MFP benötigt werden. Die IT-Dienstleister des Bundes rechnen damit, dass die Zahl der gedruckten Seiten weiter rückläufig sein werden, es gleichzeitig aber zu einem erhöhten Scanvolumen kommen werde.
Mit dem grössten Los 1 wurden Printer und MFPs beschaffen. Ziel sei ein kontinuierlicher Austausch der bestehenden Geräteflotte, so die Ausschreibung. Die Beschaffer gehen davon aus, dass jährlich maximal 1500 Geräte ausgewechselt werden müssen. Zusätzlich zu den Geräten werden verschiedene Softwarelösungen insbesondere für Secure Printing und Scanning (SPS) und das Outputmanagement (OMS) gefordert. Hinzu kommen Services wie Inbetriebnahme, Wartung und Pflege sowie Rücknahme der Geräte.
Insgesamt sind 4 Angebote für Los 1 eingegangen. Der Zuschlag über 74,8 Millionen Franken ging an HP. Das Unternehmen habe bei den Zuschlagskriterien die höchste Punktzahl erreicht, heisst es zur Begründung. Ausschlag gegeben habe der günstigste Preis der Angebote sowie die sehr gute Erfüllung der restlichen Zuschlagskriterien.
Ebenfalls an HP gingen die Zuschläge für die Lieferung von tragbaren MFPs (Los 2) sowie Farbdruckern (Los 3), inklusive Konfigurationen, Verbrauchsmaterial und Zubehör. Diese beliefen sich auf 1,6 Millionen respektive 820'000 Franken, wie der Publikation auf Simap weiter zu entnehmen ist.
Den vierten Zuschlag über 2,3 Millionen Franken konnte sich Canon sichern. Dabei geht es um die Lieferung von Plottern, inklusive Services und Verbrauchsmaterial. Das Unternehmen hat sich gegen eine weitere Offerte behauptet.