Bund will E-ID-Akzeptanz vorsorglich verbessern

25. Februar 2026 um 14:35
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Foto: Bundesamt für Justiz

Neun Monate vor der Einführung der neuen elektronischen Identitätskarte der Schweiz macht das Bundesamt für Justiz noch Anpassungen beim Datenschutz.

Die neue elektronische Identitätskarte der Schweiz (E-ID) kann voraussichtlich ab dem 1. Dezember dieses Jahres eingesetzt werden. Das hat der Bundesrat bekannt gegeben. Bis zu diesem Datum lässt das Bundesamt für Justiz (BJ) aber noch einige den Datenschutz verbessernde Anpassungen an der E-ID vornehmen.
Das BJ wolle damit die Akzeptanz der E-ID stärken, so der Bundesrat. Der Einführung der E-ID stimmte das Schweizer Volk im September 2025 an der Urne nur ganz knapp zu.
Konkret soll es nach Einführung der E-ID nur für gesetzlich berechtigte Anbieterinnen möglich sein, die AHV-Nummer der Nutzenden abzufragen. Unautorisierte Anfragen würden von der "Swiyu"-App automatisch blockiert, heisst es in der Bundesratsmitteilung. Swiyu ist der Name der Applikation, mit welcher die E-ID bestellt werden kann.
Auch sollen E-ID-Anbieter verpflichtet werden, ihre Datenabfragen und deren Zweck vorgängig in einem öffentlich zugänglichen Register des Bundes zu hinterlegen. Fehlt die Registrierung oder verlangt der Anbieter zu viele Informationen über die Nutzenden, erhalten diese via Swiyu eine Warnung und können beim BJ eine entsprechende Missbrauchsmeldung machen.
Das BJ soll einen fehlbaren Anbieter als letzte Massnahme vom E-ID-System und der Vertrauensinfrastruktur ausschliessen können.
Unmittelbar nach dem Urnenentscheid habe Bundesrat Beat Jans das BJ beauftragt, die Hauptkritik der Gegnerinnen und Gegner der E-ID bis zur Einführung der E-ID soweit möglich umzusetzen, steht in der Mitteilung des Bundesrats weiter.

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