Bundesrat spricht fast 53 Millionen Franken für sicheres Datenverbundsystem

19. Dezember 2022 um 15:36
letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2022 um 18:54
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Foto: Schutz & Rettung Zürich

Die zweite Kredittranche für die Realisierung eines sicheren Daten­verbund­systems wurde freigegeben. Die Mittel fliessen zum grössten Teil in Bauarbeiten.

Der Bundesrat hat die zweite Kredittranche und damit weitere 52,9 Millionen Franken für ein nationales sicheres Datenverbundsystem (SDVS) frei­ge­geben. Das Geld fliesst grösstenteils in Bauarbeiten, um die beteiligten Organisationen an das Netzwerk anzuschliessen, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung.
Das neue krisensichere Kommunikationssystem soll insbesondere im Falle einer Katastrophe oder einer Notlage den Datenaustausch zwischen den Partnern im Bevölkerungsschutz sicherstellen. Die freigegebenen Mittel sind Teil des vom Parlament im September 2019 beschlossenen Verpflichtungs­kredits für die Entwicklung und Beschaffung des SDVS in Höhe von 150 Millionen Franken.

Projektteile werden vorgezogen

Der Aufbau des Sicheren Datenverbundsystems besteht aus insgesamt 4 Teilvorhaben. Ursprünglich war vorgesehen, dass diese parallel realisiert werden. Inzwischen wurde das Gesamtprojekt aber neu strukturiert und so ausgerichtet, dass die fortgeschrittenen Projektteile prioritär umgesetzt werden. Mit diesem Vorgehen sollen weitere Projektverzögerungen vermieden werden, schreibt die Regierung.
Im Rahmen eines Teilvorhabens werden 48 Millionen Franken aufgewendet, um die Führungsstandorte von Bund, Kantonen und kritischen Infra­struk­tur­betreibern an das sichere Datennetz der Armee anzuschliessen. Dieses soll das Rückgrat für das zukünftige SDVS sicherstellen. Dazu seien diverse Bau­pro­jekte nötig, um den hohen Anforderungen an die Ausfallsicherheit der An­schlüsse gerecht zu werden. Unter anderem sollen die Stromsicherheit und der Schutz vor Naturgefahren sichergestellt werden.
Zusätzliche 4,9 Millionen Franken werden für die Ablösung des veralteten Meldesystems "Vulpus" aufgewendet. Dieses Teilvorhaben wird in Zusammen­arbeit mit der Polizeiinformatik Schweiz durchgeführt. Die Umsetzung soll ab Anfang 2023 erfolgen. Gemäss dem Bundesrat verursacht die Neustruktu­rierung gegenüber der ursprünglichen Planung keine zusätzlichen Kosten. Das Gesamtprojekt soll im vorgesehenen finanziellen Rahmen umgesetzt werden können. Bleibt zu hoffen, dass der Bundesrat damit Recht behält.
Update 21.12. 20 Uhr: Das Projekt wurde in einer früheren Version dieses Artikels mit Polycom verwechselt. Die entsprechenden Korrekturen wurden vorgenommen. Für dieses Versehen entschuldigen wir uns.

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