Bundesrat will mehr digitale Synergien

6. März 2026 um 11:21
image
Foto: Alex Kühni / VBS / DDPS

Die Regierung legt Eckwerte für die digitale Transformation der Bundesverwaltung fest. Projekte werden künftig erst nach einer Synergieprüfung freigegeben.

Seit fünf Jahren gibt es den für digitale Transformation und IKT-Lenkung (DTI) zuständigen Bereich der Bundeskanzlei. Für diesen hat der Bundesrat jetzt eine Weiterentwicklung beschlossen. Ziel sei ein Paradigmenwechsel "von heute mehrheitlich individuellen Digitalisierungslösungen zu mehr Zusammenarbeit und deutlich mehr gemeinsamen Lösungen", heisst es in einer Mitteilung.
Diesen Wechsel will der Bund mit mehr Synergieprüfungen erreichen. Für alle digitalen Projekte mit einem Gesamtvolumen ab einer Million Franken wird eine solche eingeführt. Das jeweils zuständige Departement muss künftig prüfen, "ob es für ein betreffendes Projekt nicht schon bestehende, gemeinsame Lösungen gibt". Zudem soll geprüft werden, ob ein Projekt Standards einsetzt.
Bei Projekten, die ein Volumen von fünf Millionen Franken und mehr aufweisen, kommt der Bereich DTI zum Einsatz und übernimmt diese Prüfung. "Die Mittel für die Projekte werden erst freigegeben, wenn sie die Synergieprüfung durchlaufen haben", so die Regierung.

Mehr Tempo

Zudem will sie schnellere Entscheidungen. Der Bundesrat werde klarer festlegen, "welche Gremien für welche Entscheide zuständig sind und damit die digitale Transformation beschleunigen", unter anderem durch weniger interne Konsultationen. Dadurch könne sich auch der Digitalisierungsrat Bund stärker auf strategische Fragen konzentrieren, und "der Weg zu gemeinsamen Lösungen, von denen mehrere Bundesämter profitieren", werde vereinfacht.
Der Bundesrat verspricht sich durch diese zwei Eckpunkte, dass die Bundesämter bereits bestehende Leistungen künftig einfacher wiederverwenden und damit auch Kosten sparen. Zudem würden die Prozesse in der Verwaltung schlanker. Er erteilt der Bundeskanzlei den Auftrag, bis Ende 2026 die nötigen rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Änderungen zu beantragen. Dies werde auch eine Änderung der Digitalisierungsverordnung (DigiV) zur Folge haben.

Loading

Mehr zum Thema

image

Threema will nicht mit Whatsapp chatten

Dass die EU Meta dazu gezwungen hat, Whatsapp für andere Chat-Dienste zu öffnen, sei gut gemeint, aber schlecht für den Datenschutz, glaubt Threema.

publiziert am 24.7.2026
image

Kühne+Nagel profitiert von KI-Boom

Der Logistikkonzern transportiert zunehmend Komponenten für KI-Rechenzentren und will zugleich mit Künstlicher Intelligenz die eigene Produktivität steigern.

publiziert am 23.7.2026
image

Google kassiert die nächste Millionenbusse

Die EU-Kommission verhängt gegen Google eine Busse von 890 Millionen Euro und verlangt Änderungen bei der Websuche sowie im Play Store.

publiziert am 23.7.2026
imageAbo

FFHS bildet Cyber-Nachwuchs der Armee aus

Die Fernfachhochschule Schweiz übernimmt die fachtechnische Ausbildung der ICT Warrior Academy des Kommandos Cyber für knapp 2 Millionen Franken.

publiziert am 23.7.2026