Chatbot "Luzi" startet in Luzern

25. September 2025 um 09:18
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Le Chat

Auch der Kanton Luzern hat auf seiner Website einen Chatbot eingeführt. Beim Bund sind bereits 21 KI-Lösungen im Einsatz.

Ein kleiner weiss-blauer Roboter begrüsst seit dem 24. September die Luzerner Bevölkerung: "Hallo, ich bin Luzi, der KI-Chatbot des Kantons Luzern." Der Chatbot soll laut Mitteilung Besucherinnen und Besuchern der kantonalen Website helfen, "Informationen leichter zu finden und einfach verständliche Zusammenfassungen längerer Texte zu erstellen". Die Antworten enthalten Links zu den Originalquellen und werden mit allen öffentlich zugänglichen Inhalten der Website sowie aus Datenbanken und öffentlichen Portalen gefüttert.
"Luzi" ist nicht der erste Luzerner Chatbot. Sein Kollege "Wasi" zum Beispiel ist schon länger für Sozialversicherungsthemen zuständig. Mit dem breiter eingesetzten "Luzi" will Luzern die kantonalen Supportstellen entlasten und der Bevölkerung schneller gewünschte Informationen zur Verfügung stellen.
Den Auftrag für die Entwicklung hatte Swiss Moonshot im November 2024 für den Preis von 677'000 Franken erhalten. Die Firma aus Dübendorf (ZH) hatte sich in der Ausschreibung gegen 25 Mitbewerber durchgesetzt. Swiss Moonshot liefert die KI-Lösung für zwei Jahre, mit einer optionalen Vertragsverlängerung jeweils um ein Jahr auf maximal fünf Jahre. Laut Mitteilung ist nach dem Start die Dienststelle Informatik des Kantons für Aufbau und Betrieb von "Luzi" zuständig.

21 Chatbot-Lösungen beim Bund

Es gibt kaum mehr einen Schweizer Kanton, der nicht auf einer seiner Websites irgendwo einen Chatbot im Einsatz hat. Erst kürzlich hat der Jura seine Lösung "JurassIA" eingeführt. Das Konsumentenmagazin 'Saldo' (Print) fand in seiner aktuellen Ausgabe über ein Dutzend Chatbots auf kantonalen Websites. Im Aargau würden zum Beispiel Fragen zu Stipendien und Darlehen beantwortet, in Bern zur Prämienverbilligung der Krankenkasse und in Schaffhausen Fragen zur Arbeitslosenversicherung.
Auch beim Bund sind bereits diverse KI-Helfer auf den Websites unterwegs. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) identifizierte im Mai 21 Chatbot-Lösungen in der Bundesverwaltung. Die Umsetzungskosten der Vorhaben würden aktuell zwischen 9000 und 3 Millionen Franken liegen.

Den Ämtern fehlt das Wissen

Auffällig sei, konstatiert 'Saldo': "Alle gefundenen digitalen Assistenten warnen vor der Eingabe sensibler Daten und vor möglichen falschen Antworten." Doch wie die EFK in ihrem Bericht feststellte, fehle in den Ämtern oft das technisch-juristische Wissen, um die Risiken der KI-Modelle einschätzen zu können.
Entscheidungsprozesse von KI-Systemen seien nicht nachvollziehbar, warnt die Finanzkontrolle. Auch die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Grundsätze sei bei ihrem Einsatz schwer zu gewährleisten.


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