Cisco macht Rekordumsatz und entlässt trotzdem

17. November 2022 um 10:42
image

In einigen Bereichen sollen mehr Leute eingestellt werden, aber dafür sollen andere Bereiche verkleinert werden.

Cisco konnte in den drei Monaten bis Ende Oktober seinen Umsatz im Jahresvergleich um 6% auf 13,6 Milliarden Dollar steigern. Der Betriebsgewinn wuchs um 3% auf 3,5 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilt.
Damit übertraf Cisco die Erwartungen der Wall Street. Ein Hauptgrund für den Erfolg sind die weltweit nachlassenden Probleme in der Lieferkette. Für das gesamte laufende Geschäftsjahr stellte der Konzern ein Umsatzwachstum zwischen 4,5% und 6,5% in Aussicht.
In einem Gespräch mit Analysten erklärte CEO Chuck Robbins, dass die 13,6 Milliarden Dollar für Cisco einen Rekord-Quartalsumsatz bedeuten. Trotzdem kündigte Robbins an, dass das Unternehmen 600 Millionen Dollar in eine Restrukturierung investieren werde. Dabei wird es auch zu Entlassungen kommen. Wie viele Jobs gestrichen werden, ist allerdings noch unklar.
Es gehe für Cisco darum, so Robbins, Ressourcen in den Enterprise-Network-Bereich zu verlagern und die Plattformstrategie zu beschleunigen. Insbesondere im Bereich Security wolle man erheblich investieren und die Teams verstärken. Darunter leiden aber andere, nicht prioritäre Bereiche, wo Stellen wegfallen. Auch wenn man nach Möglichkeiten suche, für Angestellte innerhalb des Unternehmens neue Einsatzmöglichkeiten zu finden, werde es auch Entlassungen geben. Cisco müsse die finanzielle Disziplin beibehalten, so Robbins, und man müsse das Unternehmen "wieder ins Gleichgewicht bringen". Ciscos Finanzchef Scott Herren meinte in dem Gespräch, dass man dies nicht als einen Stellenabbau zur Kostenreduktion betrachten solle. In einer "perfekten Welt" hätten alle Mitarbeitenden alle notwendigen Skills, so dass man sie bei Bedarf einfach in die Bereiche versetzen könnte, in die man investieren wolle. "Aber es ist leider keine perfekte Welt."

Loading

Mehr zum Thema

image

Intel soll komplett aufgeteilt werden

Das Fabrikationsbusiness wird organisatorisch und rechtlich vom Intel-Produkte-Teil getrennt.

publiziert am 23.2.2024
image

Post eröffnet weiteren IT-Standort in der Westschweiz

Neben Neuchâtel beschäftigt die IT-Abteilung der Post neu auch Personal in Lausanne. Damit will das Unternehmen für französischsprachige Mitarbeitende attraktiver werden.

publiziert am 22.2.2024
image

Gigantische Umsatzsteigerung für Nvidia

Durch den KI-Boom hat sich der Umsatz des Chipherstellers innert 12 Monaten beinahe verdreifacht.

publiziert am 22.2.2024
image

Übernahme von Crealogix ist abgeschlossen

Das britische Unternehmen Vencora besitzt jetzt 99% der Anteile des Schweizer Softwareanbieters.

publiziert am 22.2.2024