Der Verein Citysoftnet, dem die Städte Bern, Zürich und Basel angehören, hat freihändig einen Zusatzauftrag im Volumen von 4,7 Millionen Franken an Emineo vergeben.
Der Verein Citysoftnet wurde 2014 von den drei Städten gegründet, um gemeinsam eine neue Fallführungssoftware für die Sozialämter zu entwicklen.
Ende 2017 ging der Auftrag für die eigentliche Softwareentwicklung an den Baarer IT-Dienstleister Emineo. Der Auftrag umfasste damals neben den einmaligen Kosten (33,8 Millionen Franken) jährliche Betriebskosten von 970'000 Franken über zehn Jahre.
Die jetzt vergebenen Änderungen und Zusatzleistungen, so die Begründung für den Freihänder, würden sehr eng mit den ursprünglich ausgeschriebenen Leistungen zusammenhängen. Eine Trennung der Leistungen und die Vergabe an einen anderen Anbieter würde zusätzliche Komplexität, erhöhten Koordinationsaufwand, unklare Verantwortlichkeiten, ein erhöhtes Risiko für den Verlust von Gewährleistungsrechten und zusätzlichen Aufwand für die Auftraggeber mit sich ziehen.
Im Verlaufe der Realisierung des Fallführungssystems seien aber verschiedene Änderungen erforderlich gewesen. Knapp 2 Millionen der zusätzlichen 4,7 Millionen Franken sollen nun diese Änderungen sowie Zusatzleistungen abdecken. Für erhöhte Wartungskosten bis Ende 2032 sind weitere 900'000 Franken vorgesehen. Dazu kommen 400'000 Franken für den Betrieb einer Container-Management-Plattform (CMP) bis 2025 sowie optional weitere 1,4 Millionen Franken für den CMP-Betrieb bis 2032. Diese Plattform war ursprünglich nicht vorgesehen.