Citysoftnet geht in die siebte Kreditrunde

20. November 2025 um 15:15
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Foto: Matthias Fuhrimann / Unsplash

Für die Fallführungssoftware Citysoftnet braucht die Stadt Bern weitere 2,53 Millionen Franken. Der Grossteil fällt unter Personalkosten.

Der Gemeinderat der Stadt Bern benötigt einen weiteren Nachkredit für die Fallführungssoftware Citysoftnet. Die Software wird vom Sozialamt und dem Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz in Bern, sowie den Städten Basel und Zürich eingesetzt. Während er im April 1,5 Millionen Franken beim Stadtrat beantragte, die hauptsächlich für Personalkosten benötigt wurden, waren es dieses Mal rund 2,5 Millionen Franken.
Gründe für Mehrkosten
In einem Vortrag an den Stadtrat argumentiert der Gemeinderat, dass die anfallenden Mehrkosten nur teilweise innerhalb des Globalkredits 2025 des Sozialamts kompensiert werden können, weshalb der Nachkredit nötig sei. Die Kosten fallen in drei Bereichen an:
  • 709'000 Franken Betriebskosten: In diesen Bereich fallen neben der Wartung und Support, Hosting und Server-Support durch Organisation und Informatik Stadt Zürich auch Softwarelizenzen von SAP sowie die Scanning-Software Elo an. Von dem Total sollen 94'000 Franken an den Verein Citysoftnet gehen, der die Verwaltung und Optimierung zwischen den Städten Basel, Bern und Zürich koordinieren soll.
  • 1,73 Millionen Franken Personalkosten: Im Jahr 2025 seien durchschnittlich 2000 Stellenprozente mehr besetzt worden als ursprünglich vorgesehen. Die Mehrkosten belaufen sich insgesamt auf rund 2 Millionen, von denen circa 16% im Globalkredit aufgefangen werden. Der Gemeinderat begründet die Mehrkosten mit Krankheitsausfällen aus einer Kumulation von Belastungsfaktoren und erwähnt dabei die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine. Für das Jahr 2026 ist ein Leistungsausbau von 2,6 Millionen Franken im Budget vorgesehen.
  • 100'000 Franken für den Rückbau von Kiss: Bei der Ausserbetriebnahme des Altsystems mussten die Altdaten ins Stadtarchiv überführt werden. Dabei müsse die Lesbarkeit der Daten im Langzeitarchiv über mehrere Jahrhunderte gewährleistet sein.
Im Jahr 2025 ist dies der dritte Kredit für Citysoftnet. Bereits im März genehmigte der Berner Stadtrat den ersten Kredit dieses Jahres – aus Projektsicht jedoch den fünften – in der Höhe von rund 2 Millionen Franken.

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