Gemeinden und Kantone können mit gemeinsamen Ausschreibungen von Telecom-Leistungen Millionen einsparen. Zu diesem Schluss kommt
eOperations Schweiz. Die öffentliche Gesellschaft hat 2020 im Auftrag aller Kantonen, 36 Gemeinden und weiterer Organisationen der öffentlichen Hand Rahmenverträge für Telco-Dienstleistungen abgeschlossen.
Eine Einkaufsgemeinschaft in dieser Grössenordnung sei in der Schweiz ein Novum, erklärt Daniel Arber, Geschäftsführer eOperations, auf Anfrage. Die Verhandlungsmacht dürfte für die vorteilhaften Konditionen eine Rolle spielen. Arber betont aber vor allem: Die Anbieter müssten sich lediglich mit einer Ausschreibung befassen und nicht mit rund 70, wie das der Fall gewesen wäre, hätten alle Bedarfsstellen selbständig Leistungen gesucht.
Die Vorteile der Zusammenarbeit schlagen zu Buche: 2021 sollen die Leistungsbezieher mehrere Millionen Franken eingespart haben. Diese Summe genauer zu eruieren wäre aufwendig, so Arber, man müsste bei allen 70 Stellen die früheren Preise mit den jetzigen vergleichen. Die Details der Verträge sind zudem vertraulich.
Laut einer Mitteilung hat eOperations im Jahr 2020 in fünf Bereichen mit Salt, Sunrise, Swisscom, UPS, VTX und NTS Rahmenvereinbarungen abgeschlossen: Aufgrund dieser Verträge können die Bedarfsstellen Leistungen abrufen, was sie 2021 auch bereits ausgiebig taten. Da derzeit vor allem für Festnetztelefonie und Internet-Breitbandanschlüsse noch Vertragswechsel laufen, sollen die Einsparung in den kommenden Jahren nochmals deutlich anziehen, so eOperations.
Die Gesellschaft im Eigentum der öffentlichen Hand wurde 2018 von der Schweizerischen Informatikkonferenz gegründet. eOperations Schweiz soll die Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden im Bereich digitaler Behördenleistungen erleichtern. Der Aufbau der Gesellschaft ist Teil des Schwerpunktplans
E-Government Schweiz.