Intel will erst im kommenden Jahr über den Standort der geplanten europäischen Chipfabrik entscheiden. Er hoffe, die nächsten Standorte in den USA und Europa Anfang 2022 bekannt geben zu können, sagte Intel-Chef Pat Gelsinger. Eigentlich wollte Intel noch in diesem Jahr mitteilen, wo die europäische Fabrik errichtet werden soll.
Zugleich erklärte der US-Chipkonzern, mehr als sieben Milliarden Dollar für den Bau einer neuen Chipmontage-Fabrik in Malaysia auszugeben. Das Werk solle 2024 an den Start gehen. Es würden 4000 Intel-Stellen sowie mehr als 5000 für den Bau geschaffen. Intel produziert seit 1972 in Malaysia.
Die Welt benötige mehr Halbleiter, "und wir werden diese Lücke auf leistungsstarke und sinnvolle Weise schliessen", hatte
Gelsinger im März erklärt. Er stellte damals neben Irland einen zweiten Fertigungsstandort in Europa in Aussicht und sprach sich für Subventionen aus. Die Rede war von Investitionen bis zu 8 Milliarden Euro, was Intel aber dementierte.
Deutschland rechnet sich gute Chancen auf den Zuschlag aus. Intel führt nach eigenen Angaben Gespräche mit Regierungsvertretern mehrerer EU-Länder. Die Europäische Union will angesichts der anhaltenden Halbleiter-Knappheit die Finanzierung neuer Chipfabriken erleichtern. Ziel ist es, den Anteil Europas am Weltmarkt in den kommenden zehn Jahren auf 20 Prozent zu verdoppeln.