Zoom bietet nun doch End-to-End-Verschlüsselung für alle

18. Juni 2020 um 15:19
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Noch vor kurzem hiess es vom Anbieter: "Gratis-Nutzern wollen wir das ganz bestimmt nicht geben".

Der Videokonferenzdienst Zoom wird in einer Kehrtwende nun doch auch Gratis-Nutzern End to End Encryption anbieten. Von ihnen sollen dafür aber zusätzliche Informationen wie eine Telefonnummer verlangt werden, kündigte Firmenchef Eric Yuan an. Das sei eine gängige Massnahme, um Missbrauch zu verhindern.
Zoom kündigte die Einführung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nach harscher Kritik an – jedoch nur für zahlende Nutzer.  Vor wenigen Wochen bekräftigte Yuan noch, dass es dabei auch bleiben werde. "Gratis-Nutzern wollen wir das ganz bestimmt nicht geben, weil wir etwa mit dem FBI und örtlichen Polizeibehörden zusammenarbeiten wollen, wenn Leute Zoom für schlechte Zwecke missbrauchen", hatte er Anfang Juni gesagt. Zoom stellte nach dieser Äusserung klar, dass Ermittler – wie auch bei anderen Unternehmen – nur mit richterlichem Beschluss Zugang zu Informationen bekommen.
Nun folgt auch das Umdenken bei den Gratis-Nutzern. Noch ist nicht bekannt, wann die Funktion für alle Benutzer gestartet wird, aber die Beta-Version kommt im Juli. 

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