Der erste Supercomputer durchbricht die Exaflops-Marke

30. Mai 2022, 12:57
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Der von HPE gebaute Supercomputer basiert auf Cray-Technologie und Komponenten von AMD.

Einige Hersteller, beispielsweise IBM, haben in den letzten Jahren angekündigt, dass sie Supercomputer entwickeln wollen, die den Leistungsbereich von über ein Exaflops gemäss dem für solche Hochleistungscomputer üblichen "Linpac"-Benchmark erreichen. Das Thema steht zudem schon seit über 10 Jahren im Raum. Nun ist es HPE gelungen, den ersten Computer zu bauen, der tatsächlich über ein Exaflops leisten kann. Ein Exaflops, das sind 10¹⁸ Gleitkommaoperationen pro Sekunde im Linpac-Test.
HPE hat den Supercomputer "Frontier" für das zum US-Energiedepartement gehörende Oak Ridge National Laboratory gebaut. Gemäss der neuen Liste der 500 schnellsten Computer der Welt hat er eine Leistung von 1,1 Exaflops. Damit ist er mehr als doppelt so schnell wie der bisherige Spitzenreiter "Fugaku" in Japan mit 442 Petaflops.
Laut HPE wird Frontier komplexere Berechnungen wesentlich schneller bewerkstelligen können als frühere Computer. Dazu gehören auch Applikationen im Bereich Künstliche Intelligenz. In einem Test, der die Leistung bei der Verarbeitung von Formaten misst, die im KI-Bereich verwendet werden, erreicht Frontier gemäss HPE sogar 6,88 Exaflops.
Zudem ist er laut Hersteller mit einem Verbrauch von einem Watt pro 52,23 Gigaflops der derzeit energieeffizienteste Supercomputer der Welt. Allerdings bedeutet dies nach unserer Berechnung, dass er bei voller Leistung immer noch rund 20 Megawatt verschlingt.
Frontier besteht laut HPE gegenwärtig aus 9408 flüssigkeitsgekühlten Knotenpunkten, sprich einzelnen Computern, die über ein Netzwerk mit 200 Gbit/s verbunden sind. Jeder Knotenpunkt weist eine AMD Epyc-CPU der 3. Generation sowie 4 AMD Instinct MI250x-GPUs auf. Intel und Nvidia mussten also bei diesem Supercomputer für einmal draussen bleiben.

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