Deutsche Tech-Konzerne planen KI-Gigafabrik

27. Mai 2025 um 13:56
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Foto: Getty Images / Unsplash+

Namhafte deutsche Unternehmen aus dem Informatikbereich schliessen sich für den Bau von KI-Rechenzentren zusammen. So wollen sie zur Konkurrenz aufholen.

Mehrere deutsche Technologie­unter­nehmen wollen einem Bericht zufolge ein riesiges Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz bauen. Sie stünden in Verhandlungen über eine gemeinsame Bewerbung bei der EU für eine solche Gigafabrik, schreibt das 'Handelsblatt' (Paywall).
Bei den beteiligten Unternehmen handelt es sich um den Software­konzern SAP, die Deutsche Telekom, den Internetdienstleister Ionos, die Schwarz Gruppe und Siemens. Es gebe intensive Gespräche, berichteten demnach fünf Manager aus der Branche.
SAP-Vorstandsmitglied Thomas Saueressig sagte dem 'Handelsblatt' mit Blick auf die KI-Rechenzentren: "Es geht nur in Partnerschaft, das ist ganz klar. Welches Modell das richtige ist, wird gerade diskutiert."

EU will fünf Gigafabriken

Der Chef der Digital-Sparte der Schwarz-Gruppe, Rolf Schumann, sagte dem­nach: "Wir hoffen, dass wir alle zusammenbringen, die Sache hinbekommen und es gemeinsam durchziehen." Zur Schwarz-Gruppe gehört auch Schwarz Digits. Das Tochterunternehmen hat eben erst angekündigt, dass es sein Cloud-Angebot ausbauen will.
Einige wichtige Details sind dem Bericht zufolge noch offen, bevor die Frist für die erste Interessensbekundung am 20. Juni abläuft – etwa, an welchen Standorten die Rechenkapazitäten entstehen sollen.
Die EU-Kommission schlägt den Bau von fünf KI-Gigafabriken in ganz Europa vor. Die Anlagen sollen mit rund 100'000 KI-Chips ausgestattet werden, viermal mehr als die derzeitigen KI-Fabriken. Damit sollen sie sich für das Training grosser Sprachmodelle eignen, wie sie etwa OpenAI als Grundlage für seinen Chatbot ChatGPT nutzt.

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