E-Rezept soll in der ganzen Schweiz eingeführt werden

27. April 2026 um 08:58
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Illustration: Rodion Kustaiev / Unsplash+

Erstmals wurden 100'000 elektronische Arztrezepte in einem Monat ausgestellt. Die Gesundheitsbranche plädiert für eine Ausweitung.

Galenica und weitere führende Organisationen des Gesundheitswesens setzen sich für die flächendeckende Einführung des "E-Rezepts Schweiz" ein. Im März 2026 wurden erstmals 100'000 E-Rezepte pro Monat ausgestellt.
Im vergangenen Jahr wurde laut einer Medienmitteilung von Galenica insgesamt über 470'000 digitale Rezepte erstellt. Die Verbände FMH, Pharmasuisse und zahlreiche Firmen der Branche wollen sich nach eigenen Angaben gemeinsam dafür einsetzen, dass das "E-Rezept Schweiz" flächendeckend eingeführt und genutzt wird.
Ziel der Unternehmen sei es, die Digitalisierung des Rezeptprozesses zu beschleunigen und die Integration in bestehende Systeme zu fördern, schreibt Galenica.
Die Einführung des elektronischen Rezepts ist auch in der Politik ein Thema. Der Nationalrat hatte sich in der Frühjahrssession im März für eine Pflicht zur elektronischen Verschreibung und Einlösung von Arztrezepten ausgesprochen. Das Schweizer Gesundheitswesen soll nach seinem Willen damit einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung machen.
Die entsprechende Gesetzesrevision soll laut dem Bundesrat auch dabei helfen, Missverständnisse bei der Verschreibung und dem Einnehmen von Arzneimitteln zu vermeiden. Durch einen elektronischen Medikationsplan werde das Risiko von Fehlern reduziert. Auch trage das E-Rezept dazu bei, Fälschungen und missbräuchliche Einlösungen von Rezepten zu reduzieren. Als Nächstes muss sich der Ständerat mit der Vorlage befassen.

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