Einigung auf AI Act verspätet sich

7. Dezember 2023 um 13:02
image
Der Bus hat leider unbestimmte Verspätung. Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Dall-E / GPT-4

Eigentlich hätte die EU heute Vormittag feierlich die Einigung auf den AI Act verkünden wollen. Aber das wurde bis auf Weiteres verschoben. Und die Verhandlungen dauern an.

Grundsätzlich sei zwischen dem EU-Parlament, der EU-Kommission und den EU-Staaten Einigung in Sachen AI-Act erzielt worden. Unter Dach und Fach ist das Abkommen allerdings noch nicht, denn die für heute Donnerstagmorgen geplante Pressekonferenz wurde laut 'Reuters' nach über 18 Stunden Verhandlung verschoben – bis auf Weiteres.
Ausstehend sei noch ein "Konsens über die Verwendung von KI in der biometrischen Überwachung", sagte ein Insider gegenüber der Nachrichtenagentur. Dabei würde das Europaparlament auf einem Verbot von automatischer Gesichtserkennung durch KI beharren, die EU-Staaten hingegen auf Ausnahmen zum "Schutz der nationalen Sicherheit, zur Verteidigung und für andere militärische Zwecke" pochen. Ein weiterer Kompromissvorschlag, der aktuell laut 'Reuters' diskutiert wird, ist der Ausschluss von Open-Source-Sprachmodellen wie beispielsweise jenes von Aleph Alpha.
Würden sich die Parteien nicht bald einigen, könnte sich die Verabschiedung des Gesetzes bis nach den Europawahlen im kommenden Jahr verzögern, heisst es im Bericht weiter. Indirekt hat die Verzögerung auch Implikationen auf die Schweiz: Der Bundesrat hatte immer betont, sich auf den AI Act stützen zu wollen.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Aussendepartement ersetzt IAM-Lösung

Das Departement sucht eine Nachfolge-Software für den Microsoft Identity Manager. 2027 soll mit der Ablösung begonnen werden.

publiziert am 6.10.2026
image

Bund definiert neue IT-Schlüsselprojekte

Das Programm für souveräne Arbeitsplatzsoftware und Easygov 2.0 werden zu Schlüsselprojekten. Abgestuft wird das Projekt Nepro bei Swisstopo.

publiziert am 6.10.2026
image

Chefetage nutzt KI häufiger als Fachkräfte

Fast alle Führungskräfte nutzen KI mehrmals täglich – bei den Fachkräften sind es lediglich 30%. Es gibt eine deutliche KI-Lücke zwischen den Führungsebenen.

publiziert am 5.10.2026
imageAbo

Kritik an USZ-Entscheid für US-Software Epic

Der Entscheid des Universitätsspitals Zürich für das Klinikinformationssystem des US-Anbieters Epic trifft weiterhin auf Kritik im Zürcher Kantonsrat.

publiziert am 5.10.2026