Die Recyclingbetriebe von Swico und Sens haben im Jahr 2025 rund 144'000 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte verarbeitet. Damit wurde erstmals die Marke von 140'000 Tonnen überschritten, wie die Betriebe mitteilen.
Im Vergleich zum Vorjahr nahm die verarbeitete Menge demnach um 6% zu.
Der Anstieg setzt den Trend der vergangenen Jahre fort. Zuwächse verzeichneten laut den beiden Recyclingbetrieben insbesondere die Kategorien Elektrogrossgeräte, Elektrokleingeräte sowie Kühl-, Gefrier- und Klimageräte. Bei Elektronikgeräten stiegen die Mengen ebenfalls leicht an, nachdem der Rückgang infolge des Verschwindens schwerer Bildröhrengeräte bereits 2022 zum Stillstand gekommen war, wie es im Bericht von Swico heisst. Konstant geblieben sei die Menge der verarbeiteten Leuchtmittel, während die Rücknahme von Photovoltaikmodulen seit mehreren Jahren deutlich zunehme.
Zurückgewonnenen Materialien
Den grössten Anteil der aus den Altgeräten gewonnenen Fraktionen machen mit gut 60% Metalle aus. Sie werden laut Fachbericht mehrheitlich direkt in Schmelzwerken weiterverarbeitet. Kunststoffe erreichen einen Anteil von 15% und werden zunehmend stofflich verwertet.
Daneben fallen unter anderem Glas (2%), Kabel (2,3%) und Leiterplatten (2%) an. Letztere werden Swico zufolge in Multimetall-Schmelzen aufbereitet, um unter anderem Kupfer und Edelmetalle zurückzugewinnen. Nicht verwertbare Kunststoffe und weitere Abfallfraktionen gelangen in die thermische Verwertung.
Schadstoffhaltige Bestandteile wie Kondensatoren oder quecksilberhaltige Rückstände würden zwar weniger als 0,5% der Gesamtmenge ausmachen, tragen gemäss Swico jedoch wesentlich zur Umweltleistung des Recyclings bei, da sie fachgerecht entfernt und entsorgt werden.
Zu den Entwicklungen im Materialmix zähle insbesondere der steigende Anteil von Batterien in Elektroaltgeräten. Dies stelle sowohl den Transport als auch die Verarbeitung der Geräte vor zusätzliche Herausforderungen, heisst es im Bericht. Positiv entwickelt habe sich dagegen die Rückgewinnung von Kabeln und Leiterplatten. Durch deren gezielte Separierung könnten mehr Kupfer und Edelmetalle zurückgewonnen werden.
Mehr zurückgenommene Elektrogeräte
Im Bereich der Elektronikgeräte nahm Swico Recycling 2025 insgesamt 40'200 Tonnen Geräte zurück. Das entspricht einer Zunahme von 2% gegenüber dem Vorjahr.
Die Zahl der zurückgenommenen Geräte stieg mit 11,6 Millionen sogar um 8%, wie es im Bericht heisst. Besonders deutlich legten laut Swico die Kategorien Laptops, gemischte IT-Geräte, Unterhaltungselektronik sowie Telefone zu. Rückgänge wurden dagegen bei Monitoren und grossen Kopiergeräten verzeichnet.
Recycling senkt Umweltbelastung
Gemäss der erstmals gemeinsam veröffentlichten Ökobilanz von Sens und Swico reduzierte das Recycling von Elektro- und Elektronikaltgeräten die jährliche Umweltbelastung der Schweiz im Jahr 2025 um rund 1%. Der ausgewiesene Umweltzusatznutzen beträgt laut Bericht 236'600 Tonnen CO2-Äquivalente.
Den grössten Beitrag leistet laut den beiden Organisationen nicht die Rückgewinnung von Wertstoffen, sondern die fachgerechte Entfernung und Entsorgung von Schadstoffen. Besonders ins Gewicht fallen würden dabei PCB-haltige Kondensatoren sowie Kälte- und Treibmittel und quecksilberhaltige Komponenten. Die Bedeutung der Wertstoffrückgewinnung nehme jedoch zu, da ältere Geräte mit PCB zunehmend aus dem Bestand verschwinden.