Apple wurde am 12. November von der EU aufgefordert, das Geoblocking bei Diensten wie dem App Store, Apple Arcade, Musik, iTunes Store, Büchern und Podcasts einzustellen. Sie erklärte, sie habe mehrere potenziell verbotene Geoblocking-Praktiken bei Apple-Services festgestellt und drohte mit Durchsetzungsmassnahmen der nationalen Regulierungsbehörden.
Die Apple-Mediendienste hätten für verschiedene Länder in der EU oder im EWR eine unterschiedliche Schnittstelle. In der App-Version dieser Dienste könnten die Konsumentinnen und Konsumenten nur auf die Schnittstelle für das Land zugreifen, in dem sie ihr Apple-Konto registriert haben, und stünden vor erheblichen Problemen, wenn sie versuchen, dies zu ändern, heisst es in der Mitteilung der Europäische Kommission und dem Netzwerk für die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz (CPC).
Darin wird weiter kritisiert, dass Nutzerinnen und Nutzer bei Einkäufen in den Apple Media Services nur Zahlungsmittel verwenden könnten, die in dem Land ausgestellt wurden, in dem auch ihr Apple-Account registriert ist. Ausserdem gebe es Beschränkungen beim App-Download in gewissen Ländern, stellt das CPC-Netzwerk weiter fest.
"Wir verstärken den Kampf gegen Geoblocking. Kein Unternehmen, ob gross oder klein, sollte Kunden aufgrund ihrer Nationalität, ihres Wohnsitzes oder ihres Niederlassungsortes ungerechtfertigt diskriminieren", sagte EU-Kommissarin Margrethe Vestager.
Laut der Mitteilung hat Apple einen Monat Zeit, um auf die Feststellung des CPC-Netzwerkes zu antworten und Massnahmen vorzuschlagen. Sollte Apple die Bedenken nicht ausräumen, könnten die nationalen Behörden Durchsetzungsmassnahmen ergreifen.