EU wirft wohl einen Blick auf VMware-Übernahme

24. Juni 2022 um 10:37
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Befürchtet wird eine eingehende Prüfung durch die Wettbewerbshüter, die den 69-Milliarden-Deal stark verzögern könnte.

Die 69 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Anbieters VMware durch Broadcom wird in Brüssel offenbar einer kartellrechtlichen Untersuchung unterzogen. Die Behörden befürchten laut einem Medienbericht, dass die Übernahme den globalen Wettbewerb in der Technologiebranche beeinträchtigen wird.
Broadcom befinde sich bereits in Vorgesprächen mit EU-Vertretern, schreibt 'Ars Technica' mit Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Wettbewerbshüter befürchten, die Übernahme könnte zu missbräuchlichem Verhalten oder Preiserhöhungen führen.
Die EU befinde sich derzeit in der sogenannten Phase-1-Untersuchung. Viele grosse Übernahmen werden so untersucht. Die Überprüfung dauert in der Regel einige Monate, dann wird entschieden, ob eine vertiefte Prüfung, Phase 2, nötig ist.
Die Quellen von 'Ars Technica' vermuten, dass es im Broadcom-VMware-Deal zu einer solchen vertieften Prüfung kommen werde. Diese kann mehrere Jahre dauern und hat das Potenzial, einen Deal platzen zu lassen. So geschehen etwa bei der geplanten Übernahme von Arm durch Nvidia für 66 Milliarden Dollar.
Broadcom wollte sich gegenüber dem US-Magazin bislang nicht zu den Berichten äussern.
Die Übernahme von VMware durch Broadcom ist eine der grössten in der Geschichte der Technologiebranche. Der Chipkonzern plant, seine Softwaregroup unter dem Namen VMware zu firmieren und die bestehenden "Infrastruktur- und Security-Software-Produkte" zu integrieren. Gegen die Übernahme stellen sich unter anderem VMware-Kunden. Mit der Befürchtung, die Lösungen könnten künftig an Broadcom-Services gebunden sein, haben sie sich laut 'Ars Technica' an die EU gewandt.

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