Exklusiv: Ispin und Cymbiq haben einen neuen CEO

4. Februar 2022 um 14:49
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Norbert Thurner ist CEO von Ispin und der Muttergesellschaft Cymbiq.

Beim Cybersecurity-Unternehmen gab es einige Umstellungen und Abgänge. Was ist los? Wir haben Gründer Marco Marchesi gefragt.

Das Schweizer Cybersecurity-Unternehmen Ispin und dessen Muttergruppe Cymbiq haben einen neuen CEO. Seit rund einem Monat leitet Norbert Thurner die Geschicke der beiden Organisationen in Personalunion, wie uns Gründer Marco Marchesi in einem Gespräch bestätigt. Marchesi, der die Rolle seit letztem Sommer selbst innehatte, sagt: "Meine operative Funktion war als Interimslösung geplant, nun haben wir den idealen Kandidaten ernennen können."
Marchesi bleibt im Verwaltungsrat und zweitgrösster Aktionär. Er hatte Ispin 1999 gegründet und sein Unternehmen 2018 an die deutsche Investment-Gesellschaft Capiton verkauft. Mit deren Hilfe wurde dann die Dachgesellschaft Cymbiq gegründet. Damals beförderte man Antonio Sirera zum CEO. Marchesi übernahm die Leitung der Muttergruppe.
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Marco Marchesi bleibt Verwaltungsrat und Aktionär.

Mit Ispin als Kern der Gruppe wollte man von der Schweiz aus einem europäischen Security-Dienstleister aufbauen, der mit "Swissness" den europäischen Markt erobern sollte. Dieser Strategie bleibe man weiter treu, unterstreicht Marchesi und ergänzt: "das ist natürlich ein Marathon und kein Sprint". Es seien zu diesem Zweck neben organischem Wachstum auch weitere Akquisitionen geplant.
Seit 2018 hat sich Cymbiq bereits mehrere Firmen einverleibt, die im Dezember 2020 näher zusammengerückt wurden: Die Kernfirma Ispin, die Wiener Firma Anovis IT-Services und Trading, Koch IT aus Winterthur sowie Aspectra.
Die Rochaden in der Führungsetage
Im Frühling 2021 meldete die Cymbiq Group eine "strategische Rochade", Antonio Sirera wurde CEO beider Organisationen, Marchesi sollte sich künftig auf strategische Fragen konzentrieren. Kein halbes Jahr später wurde bekannt, dass Sirera die Gruppe verlässt, um bei Swisscom anzuheuern. Die Gründe: "strategische Differenzen".
Marchesi rückte interimistisch wieder in den doppelten CEO-Posten auf. Mittlerweile hat Norbert Thurner, ein deutscher Manager mit Vergangenheit bei der Deutschen Telekom, als CEO von Ispin und Cymbiq übernommen. Thurner ist Beirat bei der Cymbiq-Besitzerin Capiton. Kommuniziert wurde der Wechsel bislang nicht.
Dazu kommen zwei weitere Rochaden im Management: Mit Christian Bohne und Robert Erben von Cymbiq wurden zwei weitere deutsche Manager in die "C-Ebene" der Geschäftsleitung gehoben. Bohne übernimmt die CFO-Rolle, Erben wird das Delivery verantworten, eine neugeschaffene Funktion, die am ehesten mit einem COO zu vergleichen ist.
Hat das für Unruhe in der Belegschaft gesorgt? Inside-it.ch hatte zumindest von mehreren Abgängen bei Ispin erfahren. "Ja, wir haben eine höhere Fluktuation", sagt Marchesi, führt dies aber auf eine Entwicklung nach der akuten Phase von Corona zurück. Derzeit gebe es viel Bewegung im Arbeitsmarkt für Cybersecurity, das betreffe die ganze Branche. "Wir haben so viele gute Direktbewerbungen auf dem Tisch, wie seit 10 Jahren nicht mehr", so Marchesi.
Interessenbindung: Ispin ist ein Werbekunde unseres Verlags.

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