Die Bundesämter für Polizei (Fedpol) sowie Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben hohen Bedarf an externen IT-Projektressourcen, wie einer aktuellen Ausschreibung auf Simap zu entnehmen ist.
33 Millionen für Polizei, 10 für Zoll
Im Zeitraum von Ende 2023 bis Mitte 2028 sollen die Aufgabenbereiche "Projektleitung, Projektmanagement Office, Business Analytics, ICT-Architektur, Testmanagement" verstärkt werden. Für "maximal 10 Zuschlagsempfänger" stehen insgesamt 43 Millionen Franken zur Verfügung. Davon stehen dem Fedpol 33 und dem BAZG 10 Millionen zur Verfügung.
Worum es konkret geht, ist dem Pflichtenheft zu entnehmen, das inside-it.ch vorliegt:
Das Fedpol sucht im "Blaulicht-Bereich im polizeilichen Umfeld" Unterstützung aus allen genannten Bereichen für Fachapplikationen wie "nationaler Teil des Schengener Informationssystems, nationales Fahndungssystem, Fingerabdruck-Informationssystem und ein kriminalpolizeiliches Ermittlungssystem".
10 Lieferanten mit Polizeierfahrung gesucht
Im BAZG wird ebenfalls aus allen genannten Bereichen Unterstützung für das Digitalisieringsprogramm Dazit benötigt, welches zuletzt
von Wirtschaftsverbänden heftig kritisiert worden ist. Und für die Einführung eines der grossen Teilprojekte – Passar, das digitalisierte Handelswarensystem –, die auf Ende 2023 verschoben wurde.
Nun suchen das Fedpol und das BAZG "maximal 10 fachlich versierte Lieferanten, die Projekterfahrung im Polizeiwesen vorweisen können". Die Ämter wollen Rahmenverträge abschliessen, aus denen sich keine Bezugspflicht ergibt. Nach dem Zuschlag können also konkrete, projektbezogene Leistungen abgerufen werden.