Glutz, Spezialist für Zugangslösungen, ist Ende November Opfer einer Ransomware-Attacke geworden. Cyberkriminelle haben Daten auf den Systemen verschlüsselt, wie die Solothurner Firma damals mitteilte. Als Sicherheitsmassnahme habe man alle internen IT-Systeme heruntergefahren.
"Seit dem 7. Dezember arbeiten wir wieder im eingeschränkten Normalbetrieb", schreibt Marco Hauri, Vorsitzender der Geschäftsleitung, auf Anfrage von inside-it.ch. Die Telefonie und die E-Mail-Kommunikation konnten durchgängig genutzt werden. Die durch den Angriff entstandenen Kosten könne man derzeit noch nicht abschätzen.
Nach dem Cyberangriff wurden verschiedene Sicherheitsbehörden aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich "unverzüglich informiert". Derzeit arbeiten laut Hauri interne und externe Spezialisten sowie IT-Forensiker noch immer daran, die Systeme gänzlich wiederherzustellen. Wie genau der Angriff passieren konnte und über welche Lücken die Angreifenden eingedrungen sind, ist noch nicht geklärt.
Um zukünftig besser für einen Angriff gewappnet zu sein, will Glutz die Erkenntnisse der IT-Forensiker und der Behörden evaluieren und zusammen mit Fachexperten zur Verbesserung der Systeme verwenden. Zu einer allfälligen Lösegeldforderung wollte man sich auf unsere Anfrage hin nicht äussern.
Glutz bietet Sicherheitslösungen für den Zugang zu Gebäuden und Objekten – dazu gehören etwa Zutrittssysteme, Schlösser oder mechanische Schliesssysteme. Die Firma ist unter anderem auch in Österreich, Deutschland und Grossbritannien vertreten.