Der Quartalsgewinn von Googles Mutterkonzern Alphabet sank im Jahresvergleich von 18,5 auf 16 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz legte dabei um 13% auf 69,7 Milliarden Dollar zu. Zudem demonstrierte der Konzern, dass er gut aufgestellt ist, um durch die aktuelle Marktschwäche zu kommen.
Cloud-Geschäft nicht rentabel
Die Aufholjagd zu Amazon und Microsoft im Cloud-Geschäft lässt sich Google weiterhin viel Geld kosten. Während der Umsatz der Sparte um 35,6% auf knapp 6,3 Milliarden Dollar wuchs, stieg der operative Verlust um 45% auf insgesamt 858 Millionen Dollar. Obwohl einige Erwartungen der Analysten verfehlt wurden, zeigten sich Anleger zufrieden und liessen die Alphabet-Aktie im nachbörslichen Handel um fast 5% steigen.
"Ich denke, es ist ein guter Moment, um unseren Fokus zu schärfen", sagte Alphabet-CEO Sudar Pichai in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Der Konzern werde weiter langfristig denken und unter anderem in künstliche Intelligenz investieren.
Werbung als Cash Cow
Das Werbegeschäft, einer der wichtigsten Bereiche, wuchs verglichen mit dem Vorjahr um 11,6% auf 56,3 Milliarden Dollar. Auch Google bekommt den Abschwung im Online-Werbemarkt zu spüren: Das Geschäft wuchs im vergangenen Quartal langsamer, und der Gewinn des Mutterkonzerns ging deutlich zurück.
Mit der hohen Inflation und der schwächelnden Wirtschaft zeichnet sich ein Abschwung bei Online-Werbeausgaben ab, da Unternehmen auf die Kostenbremse treten. Finanzchefin Ruth Porat verwies darauf, dass das Vorjahresquartal mit dem Aufschwung nach Lockerung erster Pandemie-Einschränkungen aussergewöhnlich stark gewesen sei. Zugleich räumte sie ein, dass einige Werbekunden ihre Ausgaben zurückfuhren.
Der operative Gewinn der Google-Dienste wuchs lediglich von 22,34 auf 22,77 Milliarden Dollar. Im laufenden Quartal sei weiter mit Gegenwind zu rechnen, sagte Porat.