Graubünden weitet E-Voting-Test aus

16. Oktober 2024 um 09:00
letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2024 um 15:15
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Der Dorfteil Surlej in der Gemeinde Silvaplana. Foto: Claudio Biesele / Unsplash

Sieben neue Gemeinden können am Pilotprojekt teilnehmen. Weitere sollen im Verlauf des kommenden Jahres folgen.

Der Kanton Graubünden hat sein E-Voting-Testversuch auf sieben zusätzliche Gemeinden ausgeweitet. So sollen an den eidgenössischen Volksabstimmungen nächstes Jahr mehr Personen online abstimmen können. Bisher konnten die Stimmberechtigten von sechs Pilotgemeinden elektronisch abstimmen. Schrittweise sollen alle interessierten Gemeinden am Versuchsbetrieb teilnehmen können.
Der Kanton Graubünden zieht nach den ersten elektronischen Urnengängen ein positives Zwischenfazit, schreibt er in einer Mitteilung. Die Sicherheit sei zu jeder Zeit gewährleistet gewesen. Beim letzten Urnengang vom 22. Sep­tem­ber hätten sich mehr als 10% der Stimmberechtigten in den Pilotgemeinden Domat/Ems, Lumnezia, Pontresina, Poschiavo und Safiental für die elektro­nische Stimmabgabe angemeldet.
"Die per E-Voting gemeldeten Wahlberechtigten haben diesen neuen Kanal intensiv genutzt und den Wahlprozess verstanden", erklärte die Bündner Standeskanzlei auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA'. Es haben sich aus allen Generationen Stimmberechtigte für E-Voting angemeldet.

18 Gemeinden bis Ende 2025

Ab der eidgenössischen Volksabstimmung vom 18. Mai 2025 werden gemäss Mitteilung neu auch die Stimmberechtigten in den Gemeinden Arosa, Bonaduz, Davos, Domleschg, Malans, Maienfeld und Silvaplana die Möglichkeit haben, ihre Stimme per Mausklick abzugeben. Weitere Gemeinden sollten im Verlauf des kommenden Jahres dazukommen.
Am Schluss des Jahres sollen laut Standeskanzleidirektor Daniel Spadin mindestens 18 der 101 Bündner Gemeinden das E-Voting anbieten. Wer seine Stimme elektronisch abgeben will, muss sich in den E-Voting-Gemeinden spätestens acht Wochen vor dem Urnengang anmelden.
Der Bundesrat erteilte dem Kanton Graubünden im November 2023 die Bewilligung für E-Voting-Versuche mit dem System der Post. Ähnliche Tests laufen auch in den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen und Thurgau.
Update 17 Uhr: Zitate der Bündner Standeskanzlei ergänzt.

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