Christian Fehrlin: Claudio Dionisio, Du bist seit kurzem neuer Verwaltungsrat der Winsider AG, der Herausgeberin von Inside IT. Was waren Deine Beweggründe dafür?
Meine Entscheidung, dem Verwaltungsrat der Winsider AG beizutreten, basiert auf mehreren Faktoren. An erster Stelle steht die langjährige persönliche Beziehung zu Dir, dem Verwaltungsratspräsidenten. Wir kennen uns gut und haben bereits bei früheren Projekten mit seinem Software-Unternehmen Deep Impact erfolgreich zusammengearbeitet.
Zudem bin ich mit Inside IT bestens vertraut, sowohl durch unsere Kooperation als Medienpartner der Senior Executive-Plattform Digital Business Transformation Forum als auch als regelmässiger Leser. Für mich ist dieses Online-Fachmagazin eine der führenden Medieninstanzen in der Schweizer Software-Branche.
Die Medienbranche durchlebt seit langem schwierige Zeiten. Was reizt Dich am Einstieg bei Winsider?
Gerade jetzt erleben wir eine der spannendsten Phasen im Zusammenspiel von Technologie und Medien. Angesichts von Themen wie KI und Digitaler Souveränität stehen wir vor weitreichenden Veränderungen in zahlreichen Branchen. Dies führt zu intensiveren und kontroverseren gesellschaftlichen und politischen Diskussionen, was im Medienumfeld viele neue Möglichkeiten eröffnet.
Hast Du bereits Erfahrungen in der Medienbranche?
Ja, meine Erfahrungen in der Medienbranche sind vielfältig, auch wenn mein aktuelles Engagement stärker auf neuesten Entwicklungen basiert als auf meiner Vergangenheit. Nach meinem Germanistikstudium begann ich meine Karriere bei Publicitas Basel und lernte dort das klassische Verlagsgeschäft kennen. Kurz darauf stieg ich in das Online-Mediengeschäft ein und hatte eine führende Rolle innerhalb der PubliGroup inne. Später war ich auch Verwaltungsrat beim Verlag Netzmedien.
Entscheidender für meinen Einstieg ist jedoch meine jahrzehntelange aktive Nähe zur Digitalbranche. Ich war Mitbegründer von Namics, Präsident von Best of Swiss Web und des ehemaligen Internetverbandes Simsa (heute Swico), und habe mehrere Startups gegründet, darunter Parato und Impunix. Des Weiteren engagiere ich mich weiterhin in der Weiterbildung, beispielsweise beim eidgenössischen Diplom-Lehrgang Digital Project Manager, den ich vor 25 Jahren mitbegründet habe, und als Stiftungsrat von Zugang für alle.
Was willst Du mit deinem Einstieg bei einem Verlag erreichen?
Fachmagazine wie Inside IT sind nach wie vor essenzielle, kuratierte Informationsquellen, die Führungskräften wertvolle Branchenkenntnisse und Einblicke vermitteln. Darüber hinaus sind sie für die individuelle berufliche Entwicklung – sprich die persönliche Karriere – von unschätzbarem Wert.
Im Sinne des Lifelong Learning ist Inside IT hervorragend geeignet, um über aktuelle Trends und neue Technologien auf dem Laufenden zu bleiben, und wird somit zu einem wichtigen Karriereinstrument. Inside IT ist ein leistungsstarkes und relevantes Medium, dessen Redaktion mit dem täglichen Newsletter an 22'000 Leserinnen und Leser Informationen liefert, die sonst nur schwer oder mit grossem Aufwand zu finden wären.
Als ersten Schritt werden wir die Redaktion ausbauen: Bereits Anfang Oktober werden zwei neue, versierte Junior-Redaktoren ihre Arbeit aufnehmen. Ich bin auch bereits in die Gespräche mit verschiedenen Kandidatinnen und Kandidaten für die
seit kurzem vakante Chefredaktor-Position involviert.