Der Schweizer IT-Anbieter Health Info Net (HIN) arbeitet mit AlpineAI zusammen, um neue KI-Lösungen für das Gesundheitswesen zu entwickeln. Die Plattform mit dem Namen HIN AI soll alltagstauglich und verlässlich sein – "ohne Kompromisse bei Datenschutz und Informationssicherheit", so CEO Lucas Schult.
Mit den KI-Services soll insbesondere dem Dauerwunsch der Branche nach Entlastung bei administrativen Aufgaben entsprochen werden. Eine erste Lösung heisst "Swiss HealthAssist". Diese soll unter anderem die effiziente Gesprächsdokumentation, die Erstellung strukturierter Berichte sowie die Zusammenfassung wissenschaftlicher Fachliteratur ermöglichen.
So kann beispielsweise der sogenannte Listener Gespräche transkribieren und dann automatisiert weiterverarbeiten. Die Grundidee: Die Ärzte, Ärztinnen oder Betreuer reden mit den Patienten – und parallel dazu verfasst die Software Therapieprotokolle, Berichte und Verlaufsdokumentationen.
Swiss HealthAssist stehe kurz vor der Lancierung, teilt HIN-Sprecher Philipp Senn mit. Ein Go-Live soll im Spätsommer erfolgen. Weitere Anwendungen und Angebote sollen danach schrittweise eingeführt werden. Das Angebot richtet sich exklusiv an HIN-Mitglieder. Man sei aber offen für die Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren, zumal mit Primärsystemanbietern.
Denn in der Tat dürfte eine breite Integration von Bedeutung sein, um interprofessionelle Zusammenarbeit und optimale Innovation zu ermöglichen. Partner AlpineAI steht auch hinter
SwissGPT. Bei Clienia in Littenheid (TG) hat AlpineAI bereits eine KI-basierte Lösung im Einsatz, die Patientengespräche dokumentiert und an das Klinikinformationssystem übermittelt.