Am Dienstag ist durchgesickert, dass sich HPE in
fortgeschrittenen Gesprächen über die Übernahme von Juniper Networks befinde. Die beiden Parteien sind sich einig geworden und bestätigen den Deal: "Die Übernahme von Juniper durch HPE stellt einen wichtigen Wendepunkt in der Branche dar und wird die Dynamik des Netzwerkmarktes verändern und Kunden und Partnern eine neue Alternative bieten", kommentiert HPE-CEO Antonio Neri den Deal.
Gemäss einer Mitteilung zahlt HPE 40 Dollar je Aktie, womit Juniper mit rund 14 Milliarden Dollar bewertet wird. Bevor erste Gerüchte über eine mögliche Übernahme auftauchten, wurden die Juniper-Papiere für knapp 30 Dollar gehandelt.
Die Übernahme muss noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden. HPE geht davon aus, dass der Deal Ende 2024 oder Anfang 2025 abgeschlossen sein wird. Rami Rahim, derzeit CEO von Juniper, wird die gemeinsamen Netzwerkaktivitäten von HPE leiten und direkt an Neri berichten.
Edge-to-Cloud-Strategie
HPE verfügt mit Aruba bereits über ein Netzwerkgeschäft und mit Juniper kommt ein grosser Anbieter hinzu. Mit Juniper werde das eigene Portfolio erweitert, insbesondere im hochmargigen Netzwerkgeschäft, schreibt HPE. Der US-Konzern geht davon aus, dass sich sein Netzwerk-Business durch die Übernahme etwa verdoppeln wird.
Der Zusammenschluss stärke die aktuelle Edge-to-Cloud-Strategie von HPE, wie es weiter heisst. Kunden jeder Grösse erhielten "ein vollständiges, sicheres Portfolio", mit dem sie ihre immer "komplexer werdenden Konnektivitätsanforderungen verwalten und vereinfachen" könnten. HPE betont in der Mitteilung die Rolle von KI, die Juniper mit der Management-Plattform Mist AI innehat.