IBM hat auf seiner hauseigenen "Think"-Konferenz mehrere Updates für die KI-Plattform Watsonx angekündigt. Mit neuen Daten- und Automatisierungsfunktionen sollen die KI-Anwendungen für Unternehmen offener, kostengünstiger und flexibler gemacht werden, verspricht der Konzern. In seiner Eröffnungsrede erläuterte CEO Arvind Krishna zudem seine Pläne für Investitionen in eine KI-Open-Source-Community.
"Wir glauben fest daran, offene Innovationen in die KI zu bringen. Wir wollen Open Source nutzen, um mit KI das zu tun, was bereits mit Linux und Openshift erfolgreich getan wurde", sagte Krishna. "Offen bedeutet Auswahl. Offen bedeutet, dass mehr Augen auf den Code, mehr Köpfe auf die Probleme und mehr Hände auf die Lösungen gerichtet sind", ergänzte er. Damit sollen insbesondere Wettbewerb, Innovation und Sicherheit gefördert werden.
Open-Source-Modelle veröffentlicht
Um die Ansprüche zu unterstreichen, hat IBM eine ganze Reihe von seinen leistungsfähigsten Granite-Modellen als Open Source freigegeben. Kunden, Entwickler und Experten sind eingeladen, diese aufzubauen, Business Cases zu entwickeln und die Modelle an ihre Grenzen zu bringen. Die Open-Source-Modelle sind ab heute unter Apache 2.0-Lizenzen auf Hugging Face und Github verfügbar.
Die Granite-Codemodelle reichen von 3 Milliarden bis 34 Milliarden Parametern und sind sowohl in Basis- als auch in Modellvarianten erhältlich. Sie eignen sich gemäss IBM für Aufgaben wie Anwendungsmodernisierung, Codegenerierung, Fehlerbehebung, Erklärung und Dokumentation von Code und Pflege von Repositories. Die Codemodelle wurden auf 116 Programmiersprachen trainiert.
Partnerschaften verstärkt
Neben der Veröffentlichung der Granite-Modelle hat IBM zusammen mit Red Hat auch eine neue Technik zum Abgleich von KI-Modellen vorgestellt. Dank Instructlab sollen Beiträge aus der Open-Source-Community direkt in Large Language Models (LLM) integriert werden können. So soll im KI-Bereich eine Open-Source-Community entstehen, so wie man sie bereits von der Softwareentwicklung kennt.
Zu den Produktneuigkeiten kündigte IBM auch zahlreiche vertiefte Partnerschaften an. So soll künftig die Zusammenarbeit mit AWS, Adobe, Meta, Microsoft, Mistral AI, Palo Alto Networks, SAP und Salesforce verstärkt werden. Dadurch sollen wiederum die eigenen Fähigkeiten erweitert werden. IBM verspricht sich davon neue Erkenntnisse in den Bereichen Modellauswahl, Flexibilität und Governance.