Die Branchenverbände Swico und SwissICT haben die ICT-Modellverträge überarbeitet und modernisiert. Die Werke seien praxiserprobte, rechtssichere Vertragstexte für einheimische IT-Unternehmen und eine fundierte sowie rechtssichere Alternative zu KI-generierten Verträgen, teilen die Verbände mit.
Mit der Revision reagierten Swico und SwissICT auch auf die zunehmende Verbreitung von KI-Tools zur Vertragsgenerierung. "KI-generierte Verträge haben heute eine Qualität, die sicherlich besser ist, als wenn man sich aus dem Internet einzelne Klauseln zusammenkopiert", sagt Carmen de la Cruz, Co-Leitung der SwissICT-Rechtskommission. Ihr Kollege
Sven Kohlmeier ergänzt: "Letztlich fehlt KI-generierten Verträgen der Praxisblick, den wir als Juristinnen und Juristen einbringen konnten. Swico und SwissICT verstehen die Schweizer ICT-Welt besser als ein KI-System und stehen für Qualität."
Als wichtigste Neuerungen in den Verträgen nennen die Verbände unter anderem die Klarstellungen zum Einsatz von KI-Systemen bei der persönlichen Leistungserfüllung. IT-Anbieter könnten daneben vertraglich fixieren, dass unter bestimmten Voraussetzungen Cyberangriffe als höhere Gewalt zu qualifizieren sind. Ferner wurde die Haftungsklausel überarbeitet und eine Mediationsklausel für die aussergerichtliche Streitbeilegung eingefügt, so die Mitteilung.
ICT-Modellverträge im Shop
Die revidierten Modellverträge für Schweizer IT-Firmen stehen zusammen mit den weiteren Vorlagen ab sofort im neuen Online-Shop von Swico und SwissICT zum Download bereit. Sie sind seit einigen Jahren auch auf
Englisch und
Französisch erhältlich. Alle Downloads sind kostenpflichtig. Mitglieder beider Verbände können die Verträge aber zu vergünstigten Konditionen beziehen.