ICT-Saläre wachsen kaum noch

26. August 2026 um 09:53
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Foto: Frank van Hulst / Unsplash+

Die Löhne von Schweizer ICT-Fachkräften steigen 2026 laut SwissICT nur noch um 0,2%. Gefragte Spezialistinnen und Spezialisten können dagegen weiterhin deutliche Lohnzuwächse verzeichnen.

Die Saläre von Schweizer ICT-Fachleuten steigen 2026 kaum noch. Der Gesamtmedian hat laut der neuen Salärstudie von SwissICT lediglich um 0,2% zugelegt. 2025 waren die Saläre noch um 0,4% gestiegen, 2024 und 2023 waren es 1,7 beziehungsweise 1,8%. Die Entwicklung fällt damit deutlich schwächer aus als in den Jahren nach Beginn der Pandemie.
Von der schwachen Lohnentwicklung seien insbesondere Fachkräfte auf Junior-, Professional- sowie auf unteren und mittleren Managementstufen betroffen. Seit 2020 seien die Löhne von Juniors lediglich um 1,3% gestiegen, bei Professionals betrage das Wachstum 1,9%. Das untere Management liegt laut Studie sogar 0,5% unter dem Niveau von 2020.
Anders sieht es bei hochqualifizierten Spezialistinnen und Spezialisten aus. Senior Experts verdienen 2026 im Median 177'938 Franken – 2,8% mehr als im Vorjahr. Seit 2020 sind ihre Löhne um 16,2% gestiegen, wie SwissICT schreibt. Damit verdienen sie inzwischen mehr als das mittlere Management, dessen Median bei 156'000 Franken liegt.
Auch das obere Management konnte seit 2020 deutlich zulegen: Hier betrage das Wachstum 17,9%. Besonders gefragt seien Fachkräfte in Bereichen wie KI, Cloud, Cybersecurity und Daten. Die konkreten Kompetenzen würden damit zunehmend wichtiger für die Lohnentwicklung.
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Entwicklung der ICT-Löhne seit 2014. Grafik: SwissICT

Homeoffice meist ohne Entschädigung

Auch die Arbeitsbedingungen hat SwissICT untersucht. Demnach ermöglichen 94% der teilnehmenden Unternehmen Homeoffice, während 6% eine vollständige Präsenz im Büro verlangen. Am häufigsten seien drei Bürotage pro Woche vorgesehen.
Die Kosten für das Arbeiten zu Hause werden gemäss Studie hingegen meist nicht von den Arbeitgebern übernommen: 83% der Unternehmen zahlen keine finanzielle Entschädigung, 92% stellen keine entsprechende materielle Ausstattung zur Verfügung.
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