Vor weniger als einem Monat wurde Swiss Clean Battery (SCB) gegründet. Nun verkündet das Unternehmen in einer Mitteilung bereits grosse Pläne: Im thurgauischen Wigoltingen soll die weltweit erste Gigafactory für Feststoffakkus aufgebaut werden. Gemäss dem Hersteller sollen die neuen Energiespeicher – im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus – langlebiger und unbrennbar sein sowie über eine mindestens 50% bessere Umweltbilanz verfügen.
Laut dem Handelsregisteramt Thurgau wurde die Gesellschaft am 25. Februar 2022 gegründet, der Eintrag des Amtes folgte am 16. März 2022. Nach eigenen Angaben hält SCB eine Produktionslizenz für die Akkus, die von High Performance Battery (HPB) entwickelt wurden. Als CEO des neuen Unternehmens amtet Roland Jung. Zusammen mit CFO Peter Koch und COO Thomas Lützenrath bildet er die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat der Firma. In seiner Position als COO agiert Lützenrath dabei in einer Art Personalunion, da er dieselbe Funktion auch bei HPB einnimmt.
Riesige Produktionsstätte geplant
Das Ziel des Unternehmens sei der Aufbau einer Produktionsstätte skalierend von 1,2 GWH bis 7,6 GWH, so SBC in der Mitteilung. In einer ersten Produktionsphase von 1,2 GWH plant das Unternehmen dabei einen Umsatz von 318 Millionen Franken bei einem Investitionsvolumen 246 Millionen. In einer ersten Stufe sollen rund 180 Mitarbeitende angestellt werden. Bebaut werden sollen in Wigoltingen insgesamt 20'000 Quadratmeter Produktionsfläche, auf denen zukünftig 7,2 Millionen Batteriezellen pro Jahr gefertigt werden sollen. Um die nötigen finanziellen Mittel für den Bau der Produktion aufzubringen, hat das Unternehmen neben der Fremdkapitalfinanzierungen seiner Produktionsstätte auch noch einen Börsengang per Oktober 2022 angekündigt.
In der Endphase des Projekts sollen in der Fabrik dann auf einer Produktionsfläche von ca. 100'000 Quadratmetern bis zu 7,6 GWH produziert werden. Dies könnte gemäss dem Unternehmen zu einer Investitionssumme von bis zu 775 Millionen Franken und Umsätzen von über 2 Milliarden führen. Dafür benötigt werden dann allerdings über 1000 Mitarbeitende, die die nahezu 48 Millionen Batteriezellen pro Jahr herstellen.