Intel könnte tausende von Stellen streichen

12. Oktober 2022 um 08:57
  • people & jobs
  • Stellenabbau
  • vendor
  • international
image
CEO Pat Gelsinger. Foto: Intel

Nach starkem Wachstum während der Pandemie bricht der PC-Markt ein. Dies führt Berichten zufolge zu einer Entlassungswelle bei Intel.

Beim Chip-Gigant Intel stehen offenbar Entlassungen an. Der Stellenabbau könnte in die Tausende gehen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen zu 'Bloomberg'. Es sei ein besonders ungünstiger Moment für Kürzungen, denn das Unternehmen hat sich für das über 50 Milliarden Dollar schwere Chip-Konjunkturprogramm eingesetzt und versprochen, seine Produktion in den USA auszubauen, bemerkt die Wirtschaftszeitung. Auch in Europa hatte der Konzern Investitionen angekündigt.
Die Kündigungen könnten noch in diesem Monat beginnen, so die 'Bloomberg'-Quelle. Ende Oktober wird Intel die Ergebnisse des 3. Quartals bekanntgeben. Es wird erwartet, dass der Konzern dann auch über die Sparpläne informiert. Betroffen sein werden dem Bericht zufolge insbesondere die Vertriebs- und Marketingabteilungen. In diesen Bereichen könnte es zu Kürzungen kommen, die rund 20% der Mitarbeitenden betreffen.

PC-Markt im Sinkflug

Im letzten Quartal ist der PC-Markt, ein sehr wichtiges Geschäft für Intel, um fast 20% eingebrochen. Die Absatzzahlen liegen gemäss Marktforschern zwar etwa auf dem Niveau von vor der Pandemie, aber der rasante Rückgang sei ein besorgniserregendes Zeichen, sagte Canalys-Analyst Ishan Dutt.
Von 'Bloomberg' zitierte Analysten gehen davon aus, dass der Intel-Umsatz im 3. Quartal etwa 15% tiefer ausfallen wird als im Vorjahresquartal.
Anfang Jahr verhängte Intel laut dem Bericht einen Einstellungsstopp. Bereits bei der Präsentation des Ergebnisses des 2. Quartals kündigte Intel-CEO Pat Gelsinger Sparmassnahmen an. "Wir senken auch die Kernkosten im Kalenderjahr 2022 und werden in der zweiten Jahreshälfte weitere Massnahmen ergreifen", wird er von 'Bloomberg' zitiert.
Die letzte grosse Entlassungswelle bei Intel war 2016. Damals hatte der Konzern etwa 12'000 Stellen abgebaut, was 11% der Belegschaft entsprach. Laut 'Bloomberg' folgten danach weitere kleinere Kürzungen und die Schliessung von mehreren Abteilungen, darunter die Bereiche Drohnen und Mobilfunkmodem.

Loading

Mehr erfahren

Mehr zum Thema

image

Swisssign ernennt neuen Chief Revenue Officer

Peter Knapp ist ab sofort für den Verkauf der Zertifikats-, Signatur- und Identitätslösungen zuständig. Er folgt auf Denys Leray, der die Funktion zuvor interimistisch innehatte.

publiziert am 10.6.2024
image

Peter A. C. Blum ist gestorben

Der Gründer von Microsoft Schweiz ist nur 69 Jahre alt geworden.

publiziert am 10.6.2024
image

SAP findet offenbar viele Freiwillige für Früh­pensionierung

Bei SAP läuft eine Reorganisation, die einen Stellenabbau mit sich bringt. Berichten zufolge melden sich aber auch Tausende freiwillig für ein Abfindungs­programm.

publiziert am 7.6.2024
image

Inventx verliert seinen CEO

Pascal Keller hört per Ende Juni als CEO aufgrund unterschiedlicher Auffassung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens auf. Mitgründer und Inhaber Gregor Stücheli übernimmt interimistisch.

publiziert am 7.6.2024