Der US-Kongress ist die letzte Instanz, um 52 Milliarden Dollar Unterstützungsgelder für die Chipindustrie zu sprechen. Dies, nachdem Ende letztes Jahr bereits der Senat und im Februar das Repräsentantenhaus dem Finanzpaket ihre Zustimmung gegeben hatten. Letzteres allerdings als Teil eines grösseren Gesetzespakets, weshalb sich die Verabschiedung des "Chips Act" noch etwas verzögert.
Grundsätzlich zweifelt aber niemand daran, dass die 52 Milliarden Dollar am Ende lockergemacht werden. Einerseits weil die Unterstützung der heimischen Chipindustrie den Rückhalt beider Parteien geniesst, andererseits weil es auch um die Positionierung gegenüber dem taiwanesischen Marktführer TSMC sowie dem koreanischen Konzern Samsung geht. Ausserdem verfolgt China mit Alibaba
sehr ambitionierte Pläne.
Kein Zweifel an den Chips
So hat auch US-Präsident Joe Biden in seiner letzten Ansprache zur Lage der Nation den Kongress dazu aufgerufen, dem Paket zuzustimmen: "Send it to my desk and I'll sign it". Sofern die Zustimmung erfolge, so Biden, würde Intel die bereits angekündigte
Investition von 20 Milliarden Dollar verfünffachen und auf 100 Milliarden erhöhen.
Die EU verfolgt
indes ähnliche Pläne. Wie im Februar angekündigt, sollen weit mehr als 40 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern zusammengetragen werden. Davon sollen 12 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung sowie 30 Milliarden Euro für die Errichtung neuer Produktionsanlagen investiert werden. Man will verhindern, dass Europa von anderen Regionen wie Asien oder Amerika abgehängt wird.