Biden will 52 Milliarden Dollar in Chipindustrie pumpen

9. März 2022 um 10:16
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US-Präsident Joe Biden

Der staatlich finanzierte "Chips Act" soll der Halbleiterindustrie wieder auf die Beine helfen. Auch in der EU wurde kürzlich viel Geld gesprochen.

Der US-Kongress ist die letzte Instanz, um 52 Milliarden Dollar Unterstützungs­gelder für die Chipindustrie zu sprechen. Dies, nachdem Ende letztes Jahr bereits der Senat und im Februar das Repräsen­tan­ten­haus dem Finanzpaket ihre Zustimmung gegeben hatten. Letzteres allerdings als Teil eines grösseren Gesetzespakets, weshalb sich die Verabschiedung des "Chips Act" noch etwas verzögert.
Grundsätzlich zweifelt aber niemand daran, dass die 52 Milliarden Dollar am Ende lockergemacht werden. Einerseits weil die Unterstützung der heimischen Chipindustrie den Rückhalt beider Parteien geniesst, andererseits weil es auch um die Positionierung gegenüber dem taiwanesischen Marktführer TSMC sowie dem koreanischen Konzern Samsung geht. Ausserdem verfolgt China mit Alibaba sehr ambitionierte Pläne.

Kein Zweifel an den Chips

So hat auch US-Präsident Joe Biden in seiner letzten Ansprache zur Lage der Nation den Kongress dazu aufgerufen, dem Paket zuzustimmen: "Send it to my desk and I'll sign it". Sofern die Zustimmung erfolge, so Biden, würde Intel die bereits angekündigte Investition von 20 Milliarden Dollar verfünffachen und auf 100 Milliarden erhöhen.
Die EU verfolgt indes ähnliche Pläne. Wie im Februar angekündigt, sollen weit mehr als 40 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern zusammengetragen werden. Davon sollen 12 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung sowie 30 Milliarden Euro für die Errichtung neuer Produktions­anlagen investiert werden. Man will verhindern, dass Europa von anderen Regionen wie Asien oder Amerika abgehängt wird.

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