Laut den aktuellen Zahlen von Canalys ist der globale PC-Markt im 3. Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 18% geschrumpft. Dabei sei die Nachfrage nach Desktop-PCs etwas robuster gewesen als jene nach Notebooks. Die Nachfrage im Bildungssegment sei schwach, schreibt Canalys.
Ungünstige makroökonomische Faktoren wie die hohe Inflation und die steigenden Zinssätze hätten die Dynamik des PC-Marktes erheblich beeinträchtigt. Privatpersonen sowie Unternehmen würden bei Investitionen Zurückhaltung zeigen. Dies wird sich laut dem Marktforscher auch Anfang nächstes Jahr noch auf den Hardware-Markt auswirken.
"Obwohl das Liefervolumen im dritten Quartal mit den Zahlen vor der Pandemie vergleichbar ist, ist die rapide Verschlechterung der Nachfrage in allen Segmenten ein besorgniserregendes Zeichen", so Ishan Dutt, Senior Analyst bei Canalys. Dies gelte nicht nur für die Hersteller, sondern für alle Beteiligten in der Lieferkette. Insbesondere kleinere Zulieferer würden ihre Produktion drosseln und die Gewinnprognosen senken. Aus dem Channel wiederum heisse es, dass sich die Auftragslage deutlich verschlechtert habe.
"Die Unternehmen sind vorsichtiger geworden und verlängern ihre Geräteerneuerungszyklen, um der aktuellen Unsicherheit zu trotzen", so der Analyst. Die Marktforscher gehen davon aus, dass sich die Nachfrage in Unternehmen in der zweiten Hälfte 2023 wieder stabilisieren wird.
Etwas über 60% des globalen PC-Markts entfallen auf die Top-3 Hersteller Lenovo, HP und Dell. Trotz eines Rückgangs von 16,3% im Jahresvergleich kann Lenovo seinen Marktanteil leicht ausbauen und bleibt an der Spitze des PC-Markts. HP auf Rang 2 musste einen Rückgang von 27,8% hinnehmen und bei Dell ging der Absatz um 21,2% zurück.