Nach Schritten der EU zum Verbot der russischen Staatsmedien RT (Russia Today) und Sputnik ergreifen der Facebook-Konzern Meta, Microsoft, die Video-App Tiktok und andere Massnahmen. Hauptsächlich schränken sie in der Europäischen Union den Zugang zu Inhalten von RT und Sputnik ein.
Facebooks Politik-Chef Nick Clegg schrieb in der Nacht auf heute, dem 1. März, auf Twitter, man habe entsprechende Anfragen von mehreren Regierungen und der EU erhalten. Zu Meta gehört neben der Facebook-Plattform auch die Foto- und Video-App Instagram.
Microsoft will Links zu Inhalten von RT und Sputnik aus den Suchresultaten von Bing ausfiltern. Zudem wird die RT App aus dem Microsoft-Store entfernt.
Verbot russischer Staatsmedien in Europa angekündigt
Zuvor hatte Twitter angekündigt, Nachrichten mit Verbindungen zu russischen, dem Staat nahestehenden Medien mit Warnhinweisen zu versehen. Twitters Verantwortlichem für die Integrität der Plattform, Yoel Roth, zufolge gibt es auf Twitter pro Tag mehr als 45'000 Tweets, die Links zu diesen Medien teilen.
"Unser Produkt sollte es einfach machen, zu verstehen, wer hinter den Inhalten steht und was ihre Motivationen und Absichten sind", erklärte er. Daneben unternehme die Plattform auch Schritte, um die Verbreitung dieser Inhalte auf Twitter deutlich zu reduzieren.
Am Samstag hatte die Alphabet-Tochter Youtube angekündigt, Anzeigen der russischen Staatsmedien auf seiner Plattform zu blockieren. Seit gestern tut Google dies auch in der Suchmaschine. Alphabet hat zudem in der Google Maps die Anzeige von Verkehrsinformationen in Echtzeit in der Ukraine abgeschaltet.
Der Google-Konzern erklärte, man habe sich mit ukrainischen Behörden beraten und diese Massnahme zum Schutz der Bevölkerung getroffen.
Ein Tiktok-Sprecher bestätigte, dass man ebenfalls gegen Accounts der russischen Staatsmedien in der EU vorgehe. Tiktok gehört dem chinesischen Konzern Bytedance.
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Sonntag ein Verbot der russischen Staatsmedien RT und Sputnik angekündigt, um die "giftige und schädliche Desinformationen in Europa" zu untersagen.